Das Urteil der Experten

Während einige traditionelle Theologen nach wie vor die Sakramentalität der Weihe von Diakonissen leugnen, stimmen immer mehr Experten darin überein, dass die Weihe von Diakonissen ohne Zweifel ein Sakrament des geistlichen Amtes war.

 

  • J. Morinus, Commentarius de sacris ecclesiae ordinationibus, Antwerpen, 1695, P. III. ex. X. f. 143ff.
  • A. Ludwig, „Weibliche Kleriker in der altchristlichen und frühmittelalterlichen Kirche“, in Theologisch-praktische Monatschrift 20 (1910) S. 548-557, 609-617; 21 (1911) S. 141-149.
  • „Die cheirotonia der Diakonin ist der Form nach gleich der des Diakons. Alle Weiheformeln, von jenen der Apostolischen Konstitutionen und des Testamentums über die der Monophysiten und Nestorianer bis hin zu den von Matthäus Blastares hinterlassenen, bezeugen diese Tatsache“ A. Kalsbach, Die altkirchliche Einrichtung der Diakonissen bis zu ihrem Erlöschen, Freiburg, 1926, S. 109.
  • „Die Weihe von Diakonissen ist außergewöhnlich in der Kirchengeschichte. Sie gehörte ohne jeden Zweifel zu den höheren Weihen.“ Evangelos Theodorou, „Die Weihe, die Segnung der Diakonissen“ (Neugriechisch), Theologia 25 (1954) S. 430 – 469. „Die Weihe von Diakonissen hatte eine absolute morphologische Gleichheit mit der cheirotonia des höheren Klerus“ Evangelos Theodorou, „Das Amt der Diakonissen in der kirchlichen Tradition. Ein orthodoxer Beitrag zum Problem der Frauenordination“, US 33 (1978) S. 162-172.
  • J. Funk, „Klerikale Frauen?“ in Österreichisches Archiv für Kirchenrecht 14 (1963) S. 274-280.
  • L. Zscharnack, Der Dienst der Frau in den ersten Jahrhunderten der christlichen Kirche, Göttingen, 1902, S. 130ff.
  • J. Daniélou, „Le ministère des femmes dans l’Église ancienne, “ in La Maison-Dieu 61 (1960) pp. 70 – 96.
  • „Das Argument gegen die Sakramentalität der Weihe von Diakonissen zu weit zu treiben, käme tatsächlich einer Leugnung der Sakramentalität der Weihe von Diakonen gleich“ Ch. R. Meyer, „Ordained Women in the Early Church“ (= Geweihte Frauen in der frühen Kirche), The Catholic Citizen 53 (1967) S.118.
  • Cipriano Vagaggini, „L’Ordinazione delle diaconesse nella traditione greca e byzantina“, Oriente Christiano Patristico (OrChrP) 40 (1974) S. 145 – 189.
  • Roger Gryson, Le ministère des Femmes dans l’Église ancienne, Gembloux, Duculot 1972; „L’Ordination des Diaconesses d’après les Constitutions apostoliques“, MSR 31 (1974) S. 41-45.
  • Herbert Vorgrimler, Sacramental Theology, The Liturgical Press, Minnesota 1992, S.272-273: „Die Möglichkeit der Weihe von Frauen zu Diakoninnen ist eine ganz andere Frage. Es gab eine solche Weihe in der Frühzeit der Kirche . . . Die Frage nach der Sakramentalität dieser Weihe konnte vor den Reflexionen über die Sakramententheologie in der Hochscholastik gar nicht gestellt werden. In der byzantinischen Liturgie hatte sie alle Merkmale einer großen Weihe.“
  • Andreas Christof Lochmann, Studien zum Diakonat der Frau, Siegen 1996.
  • Walter Gross, Frauenordination. Stand der Diskussion in der katholischen Kirche, München 1996.
  • A. Jensen, „Das Amt der Diakonin in der kirchlichen Tradition des ersten Jahrtausends“, in Diakonat. Ein Amt für Frauen in der Kirche — Ein frauengerechtes Amt?, Hrsg. P. Hünermann et al., Schwabenverlag, Ostfildern 1997, S. 53-77.
  • P. Hünermann, „Theologische Argumente für die Diakonatsweihe von Frauen“, in Diakonat. Ein Amt etc., S. 98-128.
  • B.J. Hilberath, „Das Amt der Diakonin: ein sakramentales Amt? Ein Zugang von der Gemeinde her“, in Diakonat. Ein Amt etc., S. 212-218.
  • D. Sattler, „Zur Sakramentalität des Diakonats der Frau“, in Diakonat. Ein Amt etc., S. 219-224.
  • Last not least: Kyriaki Karidoyanes FitzGerald, „Women Deacons in the Orthodox Church“ (= Diakoninnen in der orthodoxen Kirche), Brookline 1998.
  • S. auch: „The diaconate – a ministry for women in the Church“ (= Der Diakonat – ein Amt für Frauen in der Kirche) von Ida Raming, Orientierung 62 (1998) S. 8-11.

5 Gedanken zu „Das Urteil der Experten

  1. Meiner Meinung nach ist es richtig, Frauen nicht zu Priestern zu weihen.
    Ich bin 15 Jahre alt, habe einiges darüber gelesen und mir sehr viele Gedanken zu diesem Thema gemacht. Jesus selbst hat keine Frauen zu seinen Aposteln gezählt. Außerdem sagte Jesus beim letzten Abendmahl zu seinen APOSTELN : „Tut dies zu meinem Gedächtnis“. Ich würde diesen Satz so erklären: “ Männer sollen an einen anderen Gedenken“ (Vielleicht etwas banal ausgedrückt). Also, warum Jesus denn keine Frauen zu seinen Aposteln gemacht ? Das finde ich sehr wichtig, denn der Mensch sollte sich nicht über den Plan Jesu erheben und einfach seine Bestimmungen ändern.
    Zum Thema Zölibat habe ich jedoch eine andere Meinung. Es sollte den Priestern freigestellt werden, ob sie Heiraten wollen, oder nicht. Als Beispiel dient mir Mt. 19, 12:“ Denn es ist so: Manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, (…) und manche haben sich selbst dazu gemacht – um des Himmelreiches Willen.“ Aber meiner Meinung nach kommt jetzt das Entscheidende : „Wer das erfassen kann, der erfasse es.“ D.h. meiner Meinung nach, dass auch nur die Leute das Zölibat leben sollten, die es auch “ erfassen können“.

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    • Danke für deinen sachlichen Kommentar, auch wenn ich auch aus vielen Gründen anderer Meinung bin. Nirgends lässt aus der Heiligen Schrift begründen, dass Frauen nicht Priester sein können. Schon im Buch Genesis (Gen 1, 27) steht, dass die Frau ein Ebenbild Gottes ist. Und ist sie sein Ebenbild, dann kann sie auch Priester sein. Auch Paulus schreibt (Gal 3, 28), dass in Christus der Unterschied von Mann und Frau aufgehoben ist.
      Aber ich bin der gleichen Meinung wie du, dass die Ehe auch für Priester offen sein muss.

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  2. Die Ursache für das Weiheverbot für Frauen liegt nicht in der Botschaft Jesu, sondern in der Sexual- und frauenfeindlichen Ideologie der Gnosis, die bereits zur Zeit der Apostel und erst recht in der jungen Kirche ihr unheilvolles Wirken entfaltete.

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  3. Es ist richtig. Auch immer mehr Exegeten erklären, dass in der Heiligen Schrift nichts zu finden ist, was gegen eine Weihe der Frauen spricht.

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