Über uns

Unsere Ziele

 

In den letzten 30 Jahren haben mehr als 100.000 Priester ihr Amt verlassen, bzw. verlassen müssen, weil sie das Recht auf Ehe auch für sich beanspruchen. Ca. 98 % der verheirateten Priester taten das nicht, weil sie nicht mehr Priester sein wollten, auch nicht aus Glaubensschwäche, wie oft unterstellt wird, sondern es war ein einziger Aufschrei gegen ein jahrhunderte langes Unrecht, das die Kirchenleitung den Priestern, ihren Frauen und Kindern zugefügt hat.

Auch die Priester haben ein Recht auf Ehe und Rom hat nicht das Recht, ihnen die Ehe zu verbieten. Die Zeit ist reif für eine Änderung des Zölibatsgesetzes.

Dieses Unrecht der Kirchenleitung ist aufzuzeigen:

  • an der Heiligen Schrift
  • an der Geschichte des Zölibats
  • an den allgemeinen Menschenrechten
  • an den unzureichenden theologischen Begründungen für einen Pflichtzölibat
  • und am Willen des Volkes Gottes, das sich verheiratete Priester wünscht.

Zugleich wenden wir uns an alle Christinnen und Christen, die in irgend einer Form unter der derzeitigen kirchenrechtlichen Praxis des verpflichtenden Zölibats für Weltpriester leiden. Betroffen sind im Grunde alle davon: Die Priester, denen die Ehe verweht wird, ihre Frauen und Kinder – zumindest sie als Gemeindemitglieder, die keinen Priester mehr im Ort haben oder ihn mit zwei oder noch mehr Gemeinden teilen müssen. Österreichweit haben ca. achthundert Priester ihr Amt aufgeben müssen. Der im Amt befindliche Klerus ist überaltert und in einigen Jahren wird die Situation noch viel schwieriger werden. Eine geordnete Seelsorge ist nicht mehr möglich.

Trotzdem verweigern die Bischöfe den Dialog über andere Zulassungsbedingungen zum Priesteramt, sprich die freie Wahl der bisher verpflichtenden Lebensform des Zölibates. Ihre Parole heißt: Durchtauchen durch die heutigen Schwierigkeiten, halten, was zu halten ist, ja nicht nachgeben. Den eigentlichen Grund für das zähe Festhalten am Zölibatsgesetz sehe ich heute darin, dass gerade durch den Zölibat eine eigene, in sich geschlossene Gruppe einer Priesterkaste erhalten werden soll.

Was wollen wir erreichen?

  • Unsere erste Aufgabe als von Gott berufene aber von der Kirchenleitung wegen einer Ehe nicht angenommene Priester ist es, das Unrecht eines Pflichtzölibates aufzuzeigen, und im Dialog mit der Kirchenleitung eine Änderung dieses Gesetztes herbei zu führen. Und falls ein Dialog nicht möglich ist, im heiligen Ungehorsam für die Menschen in unserer Kirche zu arbeiten.
  • Darüber hinaus aber hat jeder Priester, ob im Amt oder nicht, die Pflicht, auf die seelsorgliche Not der Menschen zu reagieren und ihnen ihren priesterlichen Beistand und Hilfe nicht zu entziehen. Das ist eine Frage des Gewissens und der Verantwortung, die wir mit unserer Priesterweihe übernommen haben. Kirchliche Vorschriften, die nicht in der Heiligen Schrift verankert sind, kommen erst an zweiter Stelle.

17 Gedanken zu „Über uns

  1. An alle die sagen:,, Was sagt die Bibel zum Zölibat des Priesters“, liegt schon falsch. Die Bibel als Buch hat keinen Mund zum sprechen. Die Bibel ist eine Sammlung von Schriften welche von der kath. Kirche in den Kanon der Heiligen Schrift aufgenommen wurden. Jeder muss zugegebenermassen gestehen dass man die Hl. Schrift x belibig auslegen und interpretieren kan und genau das ist das was leider bei vielen Christen der Fall ist. Da das katholische Priestertum ins Hohepriestertum Jesu Christi hineingeweiht ist, weil es nur einen Hohenpriester gibt ( Christus selbst), sollte die Frage nicht sein was die Bibel zum Zölibat sagt, sondern was in der Bibel über das Leben Jesu Christi selbst steht. Wie ist Christus zu uns gekommen? Wie die Ehe ein Heiliges Band ist indem Gott Mann und Frau vereint so ist auch das Priestertum ein Heiliges Band indem sich Gott durch die Priesterweihe mit dem Priester vereint. Das ist ein Mysterium über das Jesus selbst sagte:,,Wer es fassen kann der fasse es“. Da Jesus selbst keine Ehe mit einer Frau eingegangen ist weil er auf Erden mit Gott-Vater und dem Heiligen Geist in der Einheit lebte, so soll auch ein Priester keine Ehe eingehen weil er in Persona Christi in der Einheit mit seinem Vater und dem Heiligen Geist lebt. Es ist die Frage des schenkens also inwieweit schenkt sich ein Mensch aus freiem Willen sich Gott selbst und den Menschen. Das Zölibat ist nämlich nicht nur für den Priester sondern auch für die Menschen, weil sich der Priester auch den Menschen schenken möchte um für sie, das heisst um des Himmelreiches Willen, ganz für sie da zu sein, um so besser dienen zu können. Das Priestertum muss also als eine Selbstlose Liebe die sich in einer Ehe mit Christus selbst befindet betrachtet werden. Wer von euch würde es begutachten wenn seine Frau neben der einen Ehe noch eine Andere Ehe hätte? Denn wie die vereinigung von Mann und Frau neues Leben hervorbringen kann so bringt Christus sich selbst als Leben durch den Priester. Das Entscheidende ist im endeffekt die Liebe. Es gibt, wie Jesus selbst sagt, keine grössere Liebe wie wenn jemand sein Leben hingibt für seine Freunde und das ist die Frage des Priestertums das auch das Zölibat beinhaltet. Schenke ich mich Jesus ganz oder schenke ich ihm nur einen Teil von mir? In dieser Frage liegt auch die Kraft des ganzen Christ seins die sich besonders auf meinen Nächsten auswirkt.

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    • Sehr geehrter Herr Simon!
      Ich weiß nicht, wer sich hinter diesem Synonym versteckt, ich denke aber, dass hier einige Richtigstellungen notwendig sind.
      Ich gebe ihnen zwar Recht, wenn sie sagen, dass mit der Bibel viel Schindluder getrieben wurde und viele die Bibel willkürlich nach ihrer Ideologie ausgelegt haben. Aber genau das muss ich auch ihnen vorwerfen! In ihrem Schreiben finde ich nur Ideologie ohne fundierte bibelwissenschaftliche Grundlagen. Die Bibel kann aber nur auf dieser Grundlage ausgelegt werden. Nicht nur der Priester ist mit Christus eine „Ehe“ eingegangen, sondern aufgrund der Taufe jeder Christ, denn durch die Taufe sind wir in den mystischen Leib Christi aufgenommen. So beinhaltet diese Metapher der Gemeinde als Leib Christi im 1 Kor 12,12-31, dass wir nicht nur mit Christus „verheiratet“ sind, sondern sogar mit ihm einen Leib bilden. Ebenso wie der körperliche Leib viele unterschiedliche, zusammenwirkende Glieder hat, gibt es in der Gemeinde unterschiedliche Personengruppen, die jedoch den einen Leib Christ bilden. Vgl. auch Röm 12, 4f, 1 Kor 6,19f, Kol 1,12-20. Nach ihrer Ideologie dürfte also kein Christ mehr heiraten, da er mit Christus „verheiratet“ ist.

      Anders ist es mit dem Zölibat. Wenn sie die Heilige Schrift genau ohne ideologische Brille lesen, dann werden sie sehen, dass genau die von ihnen angeführte Stelle („wer es fassen kann, der fasse es“) keine Empfehlung für den Zölibat ist, sondern eine Warnung Jesu, diese Lebensweise ohne eine besondere Gnade Gottes zu übernehmen. Vgl. auch 1 Kor 7, 7 und Vers 17. Dass Jesus den Zölibat nicht einmal von seinen Aposteln verlangte, belegt auch 1 Kor 9, 5. Paulus sagt hier, dass auch die Apostel, die Brüder des Herrn und Petrus eine gläubige Frau (als Ehefrau: Vgl. auch 1. Vulgata Übersetzung) auf ihre Missionsreisen mitgenommen haben, wie schon die ältesten Kirchenlehrer feststellten. Diese Apostel haben sich bis in den Tod Christus hingegeben, trotz oder gerade deswegen, weil sie verheiratet waren.
      Es ist naiv zu glauben, dass die Liebe zu einer Frau, der Liebe zu Christus entgegenstehen würde. Die Gedanken Gottes sind viel größer als ihre allzu menschliche Sichtweise des Entweder Oder. Sogar das 2. Vatikanum hat im Priesterdekret Nr. 16 festgestellt, dass der Zölibat nicht vom Wesen des Priestertums gefordert ist. Das Zölibats Gesetz ist nur eine einfache kirchliche Vorschrift ohne biblische Grundlage. Ich vermute in ihrem Schreiben eine Ehefeindliche und Sexualfeindliche Grundhaltung.

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      • Mit Ihrer Vermutung, dass ich Ehefeindlich sei, liegen Sie absolut daneben. Ich habe mein schreiben auf das Priestertum bezogen und keineswegs auf jeden Christ. Ich habe nie behauptet, dass nicht jeder Christ eine Ehe mit Christus eingehen würde durch die Taufe und somit ein Glied am Leib Christi wird. Allerdings fokusiert sich meinen Beitrag auf das Amt wo ein Christ in das Hohepriesterliche Amt Jesu Christi hineingeweiht wird und somit ein Priester wird der das Messopfer in Persona Christi auf dem Altar vollzieht und diese Art von Priester ist keineswegs jeder Christ. Die Frage, ob also nach meiner Ansicht nach kein Christ heiraten darf, ist total daneben. Sowie jeder Priester haben auch sie freiwillig ja gesagt zum Zölibat. Niemand wird dazu gezwungen.

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  2. kilroy, geschrieben am 21.08.2011, 12:09

    Von Gott berufen?
    Sie schreiben:
    „Unsere erste Aufgabe als von Gott berufene … Priester ist es, …“
    Wie kann man sich diese Berufung vorstellen? Hat der Erzengel Gabriel, nachdem er bereits Maria eine Geburt ohne Zeugung und Mohammed die Verkündung einer weiteren einzig wahren Lehre prophezeit hat, auch einmal kurz bei Ihnen vorbeigeschaut? Oder wurden Sie, wie weiland der später so aufmüpfige Bruder Martin, von einem Blitzschlag nicht nur zu Boden gestreckt, sondern auch erleuchtet?
    Im Prinzip erscheint mir die Sache ganz einfach: Wenn ich mich mit den Regeln, nach denen mein Chef seinen Betrieb zu führen gedenkt, nicht anfreunden kann, dann kündige ich und such mir einen anderen Job. Aber da bin ich – da selbst nicht von Gott zu irgendetwas berufen – wohl viel zu naiv.

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    • hans, geschrieben am 22.08.2011, 07:51

      Nach der Lehre der Heiliigen Schrift beruft Christus Menschen. Z. B. „Nichtihr habtmich erwählt, sondern ich habe euch erwählt (Joh 15,16, u. a.)Berufen zu sein ist zum einen eine innere Gewissheit, zum anderen die Bestätigung durch die kirchlichde Obrigkeit.
      Zum zweiten ist der Papst nicht der Alleinherrscher der Kirche (das ist ein geschichtlicher Irrtum),denn auch er hat den Willen Gottes zu erfüllen und die Beerufungen so zu nehmen, wie Gott sie gibt.

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  3. Barbara, geschrieben am 30.07.2011, 22:24

    Charismen
    Paulus hat das Charisma der Ehelosigkeit neben das der Ehefähigkeit gestellt.
    Da er selbst ehelos war, hat er sich als Vorbild hingestellt. Aber warum?
    Paulus war unstrittig Eschatologe und sah es als seine Aufgabe an, noch möglichst schnell möglichst viele Heiden zu bekehren. Dazu brauchte er selbstverständlich viele Helfer. Und – da nicht mehr viel Zeit war – ermutigte er die Anhänger, die „es fassen konnten“, ihre Zeit nicht mit der Sorge um eine Familie zu vertrödeln, sondern sich ganz dem Dienst der Sache zu verschreiben. Das war aber auch bei ihm NIE eine Voraussetzung!
    Außerdem war Paulus Jude. Und ein eheloser Jude wurde oft scheel angesehen, galt er doch als „nicht vollkommen“, geriet sogar leicht in den Geruch, etwas „asozial“ zu sein, da er sich der wichtigsten Pflicht eines jeden Juden entzog, eine Familie zu gründen. Vielleicht wollte er sich mit seiner Aussage auch ein wenig für „spitze Bemerkungen“ rächen, die er sicherlich ertragen musste und einfach nur dem „Ehezwang“ eine andere Lebensform gegenüberstellen und rechtfertigen.
    Das erinnert ein wenig an die Aussage von Wowereit:“Ich bin schwul und das ist gut so!“ von der wir ja auch nicht ableiten, dass alle Bürgermeister nun schwul – also gut – sein müssten, oder?

    Außerdem, die einzigen beiden Männer, die mich in meinem Leben sexuell genötigt haben, waren kath. Priester. Die Unfähigkeit etwas fassen zu müssen was sie nicht fassen konnten hat sie wohl „verrückt“ gemacht.

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  4. peter, geschrieben am 13.03.2011, 07:20

    Es gibt nicht nur „Priester ohne Amt“, sondern auch „Amt ohne Priester“. Ich frage mich wieviel Männer und Frauen, die genau das „…folge mir nach“ in sich hören, diesen Beruf nicht wählen können/konnten weil die offizielle Kirchenführung diese von vornherein aus dem größten Liebesdiest der Kirche ausschloss. Eine Kirchenleitung die sich dadurch am Evangelisierungsauftrag Jesu versündigt.

    Ich gründe hiermit die weitereren (Unter-)Plattform(-en):
    EmoP (Ehemann ohne Priesteramt)
    EfoP (Ehefrau ohne Priesteramt)
    HoP (bekennender (!) Homosexueller ohne Priesteramt)
    EloP (Eltern-teil ohne Priesteramt)

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  5. Tony , geschrieben am 15.12.2010, 12:16

    Ich kann sie nicht verstehen. Meinen Sie wirklich, dass durch die Lockerung oder Aufhebung des Zölibatsgesetzes alles auf einmal wieder gut wäre? Sie würden als nächstes bestimmt die Unauflosigkeit der Ehe angreifen. Sie tun so als Sie nun Märtyrer wären. Sie sind es aber in der Tat bei weitem nicht. Freiwillig haben Sie den Zölibat als Lebensform bejaht und angenommen und Sie dürfen vom „Zwang“ nicht reden. Wenn sie gegenüber dem eigenen Lebensentwurf untreu geworden sind, kann man nicht ausschließen, dass Sie auch in ihrem Familienleben untreu werden können. Das wäre übrigens eine Katastrophne für einen katholischen Priester. Hören Sie mit den Schuldzuweisungen auf, und fangen Sie langsam die Reformierung der Kirche, von der Sie so gerne sprechen, BEI IHNEN SELBST an!!!

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    • hans, geschrieben am 15.12.2010, 15:26

      Es kommt nicht darauf an, ob durch die Aufhebung des Pflichtzölibats alles besser wäre, sondern darauf, den Willen Gottes zu erfüllen, der einen Pflichtzölibat nicht will. Beweis dafür ist die Heilige Schrift. Studieren sie die Heilige Schrift. Außerdem ist ein Pflichtzölibat gegen jedes Menschenrecht und auch gegen das Naturrecht, und dieses ist göttliches Recht.
      Dass wir dann auch die Unauflöslichkeit der Ehe einführen wollen ist eine durch nichts bewiesene Unterstellung.
      Schließlich und endlich ist eine gescheiterte Ehe immer ein Unglück, ob Priester oder nicht. Auf alle Fälle ist es aber kein größeres Unglück, als wenn so viele Priester in verdeckten Beziehungen leben müssen, wie es heute vielfach geschieht.

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  6. jsb, geschrieben am 22.03.2010, 19:14

    Zölibat
    Prinzipiell hat Maira Recht, es wird ja niemand dazu gezwungen Priester zu werden und zölibatär zu leben….. oder vielleicht doch? Ich bin in einer Umgebung aufgewachsen, in der der Priesterberuf einen hohen Stellenwert hat. Das höchste Ziel in einer Familie ist, dass ein Sohn diesen Beruf ergreift. Buben werden mit 10 Jahren in das Knabenseminar geschickt. Alle in der Umgebung sind stolz darauf, dass der Bub Priester wird. Nein, gezwungen wird er nicht. Und irgendwann einmal, wenn er älter und reifer ist, wenn er reflektieren kann, was da abgelaufen ist, ist es schon zu spät. Da ist er schon drinnen im System. Bei mir war es so, dass meine Familie das auch wollte, dass ich Priester werde. Ich bin es zum Glück nicht geworden. Aber der Effekt ist, dass ich bis heute an Depressionen leide, Probleme damit habe, eine erfüllte Partnerschaft zu leben usw. … Das Problem mit der Beichte, das Maira anspricht lässt sich ganz einfach lösen: Wenn Frauen das Priesteramt ausüben könnten, könnten Frauen bei Frauen beichten.

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    • hans, geschrieben am 15.12.2010, 15:29

      In der Eile ist mir ein Fehler unterlaufen. Es muss heißen: Dass wir dann die Unauflöslichkeit der Ehe abschaffen wollen, ist eine durch ncihts bewiesene Unterstellung.

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  7. Maira, geschrieben am 07.04.2009, 16:39

    Hallo,
    bitte versteht mich nicht falsch, aber es wird ja keiner zum Priesteramt gezwungen. Also bisher sehe ich den Zölibat als eine Berufsbedingung, von der man von Anfang an weiß und die man eben einhalten muss, wenn man Priester sein will. „wer es fassen kann, der fasse es“ Nicht jeder ist dazu bestimmt, Priester zu sein, aber ich bin davon überzeugt, dass diejenigen, die berufen sind und auch wirklich zölibatär leben möchten, von Gott die nötigen Gnaden dazu erhalten. Dass es nicht einfach ist, zölibatär zu leben stellt niemand in Frage, aber es ist eine freiwillige Entscheidung.

    Ich denke, dass bestimmt jeder zölibatär lebende Mensch auch Zeiten der Versuchung durchlebt, vielleicht auch so starke Versuchungen, dass er denkt zu unterliegen. Aber das ist wie in Zeiten der Trockenheit oder der Glaubenszweifel auch. Diese Zeit muss ma irgendwie überstehen und das geht auch mit dem festen Vorsatz, Gottes Willen in ALLEM zu erfüllen und mit dem Vertrauen auf Seine Gnade.

    Der Zölibat ha tja auch ganz praktische Gründe. Es gibt einfach Situationen, in welchen der Vater unabdingbar zu Hause und für seine Familie da sein muss, z.B. in einer Krise welcher Art auch immer. Und darum glaube ich, dass der Spagat zwischen Familie und Seelsorge zu schwer ist.
    Ein anderer Grund, aus welchem ich ganz persönlich den Zölibat befürworte ist, dass ich nie so locker mit Priestern umgehen könnte, wenn ich nicht ganz genau wüsste, dass ihnen der Zölibat genau so heilig ist, wie mir und dass ich nie bei einem verheirateten Priester beichten könnte. Wahrscheinlich auch aus Furcht, er könnte das Beichtgeheimnis schneller verletzen. Das stelle ich mir für Frauen verheirateter Priester im Amt auch schwierig vor, es gibt so viele Dinge, über die sie nicht mit ihrem Mann sprechen können. Denn ein Priester ist nicht nur für acht Stunden am Tag Priester, sondern für sein ganzes Leben und zu jeder Zeit.

    Vielleicht klingt das alles etwas naiv für diejenigen, die das lesen, aber ich bin in gewisser Weise auch selbst davon betroffen. Ich habe mich dafür entschieden Zölibatär zu leben, denn ich habe das für mich als den Willen Gottes erkannt. Wäre es nach mir gegangen, würde ich heiraten und mindestens 10 Kinder bekommen. Aber ich bin nicht auf Erden, um MEINEN Willen zu erfüllen, sondern ich bin auf Erden, um den Willen GOTTES zu erfüllen. Und nur so kann ich wirklich glücklich werden!
    Ich habe mich vor knapp zwei Jahren dazu entschieden. Da war ich gerade mal 18 Jahre alt. Ich kann mir vorstellen, dass jetzt manch einer denkt, dass wäre doch reichlich dumm, unreif und unüberlegt von mir gewesen.
    Dazu kann ich nur sagen, dass es wohl überlegt war, denn ich habe zwei Jahre gebraucht, um zu dieser Entscheidung zu gelangen. Ich habe viel gebetet und andere für mich beten lassen, damit ich den Willen Gottes erkennen darf. Wie gesagt, ich wollte unbedingt heiraten, aber mir war es noch wichtiger, den Willen meines Herren zu erfüllen.
    Diese zwei Jahre bis zur Erkenntnis und Entscheidung war eine harte Zeit, doch es hat sich gelohnt!
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass es immer wieder Krisen geben wird, aber ich denke dass ich sie mit Gottes Beistand überstehen kann, wenn ich den Willen dazu habe.
    Vielleicht hängt es auch damit zusammen, wie intensiv man sich mit dem Zölibat vor seiner Entscheidung auseinandergesetzt hat. ich weiß es nicht.
    Jedenfalls habe ich mich Gott ganz (vollkommen, ohne Einschränkungen) hingegeben. -Mal abgesehen davon, dass ich meinem Schöpfer sowieso gehöre – .
    Das bedeutet, Gott erfüllt mein ganzes Leben, denn es ist ganz auf Ihn ausgerichtet und es gibt in meinem Leben keinen Platz für einen Mann.

    Mit der Bitte um Antwort, Maira

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    • Hans Chocholka, geschrieben am 08.04.2009, 07:52

      Liebe Frau Maria. Ihren Zeilen entnehme ich, dass sie ein suchender Mensch sind, und das ist gut. Aber nun zu ihrer Anfrage. Sie schreiben, dass der Zölibat für den Priester Pflicht ist. Ich frage sie, wer hat den Priestern diese Pfliicht auferlegt? Gott? Sie werden in der ganzen Heiligen Schrift keine einzige Zeile findeen, dass Priester ehelos sein müssen. Und die Heilige Schrift ist dch die erste Quelle unseres Glaubens. Im Gegenteil: Der Aostel Paulus schreibt im Thimotheusbrief, dass ein Bischof verheiratet sein muss un seine Kinder gut erzogen haben muss, sonst ist er nicht fähig die Kirche Gottes zu leiten. Weiters schriebt der im 1 Kor 9, dass die Apostel ihre Frauen auf ihren Missipnsreisn mitgenommen haben. Weiters betont die Heilige
      Schrift, dass die Ehelosigkeit um des Himmelreises willen ein Charisma ist, das nur Gott geben kann und dass jeder Mensch, ob Priester oder „Laie“, so leben soll, wie Gottes Ruf ihn getrofffen hat, der eine verheiratet, der adere unverheiratet. Der Zölibat hat mit der Berufung zum Priesterdienst nichts zu tun. Der Zölibat ist in sich nicht besser als die Ehe. Die Ehe ist ein Sakrament, der Zöibat nicht.
      Der Zölibat für Priester ist also nicht von Gott, sindern von der kirchlichen Obrigkeit gegen den Willen der Gesamtkirche aus ideologischen Gründen eingeführt worden, weil man der Meinug war, dass der Leib, die Frau und die Sexualität böse seinen. Un das ist ausdrücklich eine Meinung, die nirgends in der Heiligen Schrift vertrreten wird.
      Für sie hoffe ich, dass sie für sich die richtige Entscheidung treffen werden. Sie müssen sich fragen, ob Gott diesen Weg für sie will. Dazu wünsche ich ihnen, die rechte Einsicht, um die man Gott bitten muss.

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      • geschrieben am 02.03.2010, 12:42

        @ Hans Chocholka
        kann ich absolut nicht Recht geben.
        Das Thema Zöllibat mit all seinen Facetten ist durchaus diskussionswürdig und zu hinterfragen.
        Aber ich kann nicht einem System beitreten und die Pflichten, die mir vorher beknnt waren, kzeptieren und mich dann über ebendiese beschweren.
        Wenn wer unbedingt Pfarrer werden will, aber das Zöllibat nicht ausüben möchte, soll er halt die Konfession wechseln und Evangelischer Pfarrer werden. Aber Regeln zu akzeptieren,um ein Ziel zu erreichen und diese Regeln nach Erreichung zu bekämpfen, ist für mich eindeutig der falsche Weg.

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  8. Erwin Hilbert, geschrieben am 25.09.2007, 22:29

    Wenn ich Papst wäre…

    Gäbe es sofort den „Priester auf Trauschein …“
    Und wer das nicht will, der darf auch gern so (lo) sein

    Ich würde als erstes meine Walburga aufm Petersplatz mit ner Erbsensuppe für alle, noch einmal heiraten….als Vorbild, damit die sexuellen Gefühle der Priester nicht weiter „erfrieren“

    Und die heimlichen, und unehelichen armen Priesterkinder…würd ich persönlich und nicht anonym adoptieren….

    Wenn ich Papst wäre…
    Würde ich mich auch nicht so feiern lassen…
    Und den ganzen Prunk würd ich voll an die Armen verprassen…

    Ich würde mich zu den Bettlern in Rom hinsetzen
    und mit ihnen beim Abendbrot über ihre Zukunft schwätzen…
    Ich würde die Steifheit mancher Kardinäle mit Lebenslust vertreiben
    Und sie erstmal gehörig mit ner Portion Fun „einreiben …. !“

    Wenn ich Papst wäre
    gäbe es auch keine Ehrenplätze mehr…
    und wenn schon, dann ganz hinten,
    doch dann wären sie meistens leer…
    Die Armen und die Kranken, die würden ganz vorne sitzen
    und die hohen Herren ließ ich „oben in der Kuppel“ schwitzen…

    Den Petersplatz würd ich zum „Lebensfreudeplatz“ umtaufen
    Und mich dort ab und zu mit Kindern beim Schachspiel oder Fußball raufen….

    Wenn ich Papst wäre
    dann dürften auch Tiere mit in die Kirche gehn
    Und man würde mich mit meinem Hund Titus und nicht mit Georg Bush im Fernsehen sehn
    Höchstens, wenn ich ihm die Leviten öffentlich lese
    Und die Todesstrafe abschaffe und manch anderen Käse

    In Afrika würde es Condome ausm Hubschrauber regnen ….
    Und den Daila Lahma würd ich bitten,
    mich auch einmal mal zu segnen …

    „Dominos Jesus“ bliebe dennoch erhalten…
    Doch ich würde mich hüten, ihn als „Alleinbesitz“ zu verwalten….

    Kinderschändern würde ich sofort ihr Amt entziehen
    Schwule würd ich ehren und mit ihnen geistlich verkehren.

    Ich würde klar sagen, was Sünde ist,
    doch am meisten, dass Gott ein Gott für Sünder ist.

    Ich würde locker mit ner Baseballcappe aufm „Pfarrrad“ meine Runden drehen

    Ja wahrscheinlich würd ich als erster „Turnschuhpapst“ in die
    Kirchengeschichte eingehen… Man würde mich im T – Shirt am Fenster beim Angelus sehn…

    Doch ich glaube die „Frommen“ würden mich und die Welt nicht mehr verstehen…

    Ja, ich würde auch über Martin Luther sofort den Bann aufheben,
    ihn selig sprechen und das Brot mit „seinen Jüngern“ brechen
    Ich glaube, so würd ich die Ökumene beleben.

    Und …es würde weniger teure Konferenzen & Sitzungen geben…
    Küng und Drewermann wären auch meine Berater…
    Die Schweizer Gardisten…Schokoladenvertreter
    Die Vaticanbank würd ich zur Eisdiele machen….
    Und so mancher Finanzjongleur hätte bei mir nichts mehr zu lachen….

    Ich würde, ich würde…
    ja, ich würde wahrscheinlich gar nicht so lange
    leben…
    Doch in der Kirche gäbe es so manches Beben…
    Ich würde mich als letztes selber entthronen….
    Ich glaub …es würde sich für die Kirche lohnen…..

    Erwin P. Hilbert
    http://www.himmelscafe.de

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  9. Pammer Erika, geschrieben am 30.04.2006, 18:32

    Das Durchhaltevermögen
    Das Durchhaltevermögen in diesen verhärteten Strukturen vieler Christen ist sehr bewundernswert-aber am meisten bewundere ich Euch beide,Hans und Anni!
    Eure Treue zur Kirche ist trotz vieler Anfeindung ungebrochen!
    Ich habe mir Zeit genommen in die Hompage zu schauen und grüße Euch auch auf diesem Wege ganz herzlich!die Erika

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    • Liebe Erika!
      Danke für deine Komplimente. Ich nehme sie entgegen stellvertretend für die Vielen, die genauso denken und handeln wie wir.

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