Forum

Hier haben sie die Möglichkeit, uns ihre Meinung mitzuteilen aber auch Fragen zu stellen. Kommunikation ist nicht nur heute ein entscheidender Faktor, geistige Strömungen zu bündeln und wirksam werden zu lassen. Nur so können verkrustete Strukturen unserer Kirche aufgebrochen, und Veränderungen bewirkt werden.

 

Diese Homepage kann ein solches Kommunikationsform sein, und hier können wir uns sehr gut mit allen Interessierten vernetzen. Auch kritische Meinungen sind uns willkommen, solange sie sachlich vorgebracht und ehrlich gemeint sind. Wir behalten uns nur das Recht vor, unsachliche oder beleidigende Mitteilungen zu löschen.

Also, frisch auf!
Wir freuen uns auf ihre Antwort.

79 Gedanken zu „Forum

  1. Erzbischof Franz Lackner hat in einem Interview die Theologie mit einem Flussbett verglichen. Das heißt mit anderen Worten, dass die Tradition gleichbedeutend ist mit einer unverrückbaren Glaubenslehre. Damit wird die „Flussbett Theologie“ zu einem geistigen Kerker. Der Fluss darf sich nicht ausweiten, er wird reguliert, eingezwängt durch Menschenhand. Der Heilige Geist hat keine Freiheit mehr zu wirken. Jörg Zink sagt: „Wir leben viel zu viel nach Plan und Vorschrift und wüssten viel zu wenig von offenen, noch nicht festgelegten Wegen“.

    Ich denke unter anderem an die sture Haltung unserer Kirche in den Fragen des Pflichtzölibats und der Frauenordination. Obwohl der Pflichtzölibat gegen göttliches Recht verstößt, wird er trotz aller mahnenden Worte aus der Theologie und dem überwiegenden Teil der Gläubigen weiterhin von der Amtskirche verlangt. Und weil Jesus aus rein historischen Gründen damals Männer als Apostel eingesetzt hat, wird daraus ein unverrückbares Quasidogma gemacht, so als ob diese damalige historische Gegebenheit für immer dem unverrückbaren Willen Gottes gleichkäme.

    Wo bleibt hier die Weite und das Feuer des Heiligen Geistes, der stets Neues erschafft. Er wird in ein von Menschenhand gemachtes Korsett eines „Flussbettes“ eingezwängt.

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    • Ich stimmer hundertprozentig zu. Die Frauen brauchen die gleichen Rechte wie die Männer. Nur glaube ich nicht, dass der Zölibat eine Schutzfunktion hat. Im Gegenteil führt der Zölibat dazu, dass Frauen von Priestern ausgenützt werden. Wer die Kirchengeschicht3e kennt, der weiß, dass es dafür unzählige Beispiele gibt.

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        • Liebe Silvia,
          betrachte es als Folge einer verzweifelten Suche raus aus der Isolation. Und es macht zumindest etwas öffentlich, was sonst unter der dicken Decke der Heuchelei und durch Drohungen verborgen bleibt. Der Haß der Traditionalisten ist nichts gegen das demütigende und entmenschichende Schweigen. Sollten Sie das nicht weiter öffentlich diskutieren wollen: mattys1974@gmail.com

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          • Persönlich ja, aber nicht intim, das ist ein Unterschied.

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    • Liebe Bischöfe!

      In der heutigen Situation der Kirche, in der Vieles wieder aufbricht, was durch längere Zeit unter der Decke brodelte, verunsichert viele Menschen, nicht nur in Deutschland und Österreich, sondern weltweit. Kardinal Brandmüller spricht in Unkenntnis der Intentionen der Pfarrerinitiative so gar von einer „Los von Rom Bewegung“, weil die Pfarrinitiative die Freigabe des Pflichtzölibats und die Gleichberechtigung der Frauen fordert. Die Hierarchie sagt, dass die Weihe der Frauen von Christus verboten worden sei und der Zwangszölibat eine „Apostolische Tradition“ sei. Wer jedoch die Kirchengeschichte, insbesondere die Geschichte des Zölibats, näher kennt, der kommt unweigerlich zum Schluss, dass der Pflichtzölibat nichts mit einer „apostolischen“ Tradition zu tun hat, sondern mit der lebensfeindlichen Ideologie der Gnosis, die schon in die junge Kirche eingedrungen ist und seither in der Kirche tradiert und als apostolische Tradition ausgegeben wird.

      Schon die Apostel wussten sich genötigt, gegen dieses gnostischen Strömungen ihrer Zeit Stellung zu nehmen. Ich greife nur drei Beispiele heraus. Der Johannesprolog ist ein einziger Aufschrei gegen die Gnosis, indem er die Präexistenz und Gottgleichheit Jesu, der in der Zeit „Fleisch“ geworden ist, verteidigt. Genauso ist die Hochzeit zu Kana, bei der Jesus die Ehe zwischen Mann und Frau ausgezeichnet hat, ein Signal gegen die Gnosis, die die Ehe verbietet. Auch im 1. Timotheusbrief, Kapitel 4 warnt der Schreiber ausdrücklich vor der Gnosis und schreibt, dass Zeiten kommen werden, in denen man die Ehe verbieten will. Die Heilige Schrift also hat nirgends den Zölibat für Priester verordnet, hat nirgends die Weihe von Frauen verboten. Der Apostel Paulus gibt sogar die Weisung an alle Gemeinden, dass nur der die Ehelosigkeit wählen darf, der von Gott dafür ein eigenes Charisma bekommen hat: „Im Übrigen soll jeder so leben (gem. verheiratet oder ehelos), wie der Herr es ihm zugemessen hat, wie Gottes Ruf ihn getroffen hat. Das ist meine Weisung an alle Gemeinden“ (1 Kor 7, 7 und 17). Nur die Hierarchie hält sich nicht an diese Weisung.

      Solange sich aber die Hierarchie an die Stelle Gottes setzt und etwas verordnet, was gegen den Willen Gottes ist, solange werden Priester, die nicht das Charisma der Ehelosigkeit haben unter diesem Joch leiden, werden Frauen trotz aller Beteuerungen der Kirchenleitung diskriminiert sein. Solange werden sich auch die Priester gegen eine solche Zwangsmaßnahme wehren, sei es heimlich oder öffentlich.

      Hans Chocholka

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      • Lieber Hans!
        Sie wissen das. Ich weiß das. …
        Und dennoch kommt aus Rom – wie vergangene Woche – immer das gleiche nur auf Machterhalt ausgerichtete und überhebliche Wort der Ignoranz aus dem Mund eines alten Mannes, der sich dieser Worte rühmt. Verlieren Sie denn nie die Hoffnung?
        Matty

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        • Grüß Gott!
          Besuchen Sie mich auf meiner Homepage und lesen Sie den Beitrag – „Die Lawine rollt…
          Kommt demnächst als Büchlein und kann bestellt werden.
          Nur Mut! Ihre Ilse Sixt

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  3. An alle Priesterfrauen:
    Selbst eine Frau, die seit langem in einer Priesterbeziehung lebt, würde ich gerne – als Alternative zur „Initiativgruppe der vom Zölibat betroffenen Frauen“ – eine Gruppe von „Priesterfrauen“ gründen. Und zwar für Frauen, die wirklich in einer solchen Beziehung leben. Ein gelegentliches Treffen nicht ausgeschlossen.
    Gibt es unter Ihnen Interessierte?
    Wenn ja, dann können Sie mir gerne (natürlich auch anonym) schreiben: „mattys1974@googlemail.com“
    Liebe Grüße und viel Kraft für den Alltag, Matty

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      • Priesterfrauen: nicht Frauen, die in ihren P verliebt sind, gern was mit ihm „hätten“, sondern deren Beziehung zu ihm dergestalt ist, daß sie für beide ganz eindeutig als Liebesbeziehung gekennzeichnet ist.
        Ich hoffe, daß macht es deutlich?!
        Es soll wirklich eine Gruppe sein, die sich über Probleme in diesen sehr speziellen Paarungen austauschen kann – weniger darum, Frauen, die in einen P verliebt sind, in ihrer unerfüllten Liebe zu betreuen.
        Deren Sorgen kenn ich auch, aber hier soll es eben eine eng gefaßtere Zielgruppe sein.

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    • Keine Ahnung, wer du bist, Matty, und welche Erfahrungen du mit der „Initiativgruppe vom Zölibat betroffener Frauen“ gemacht hast.
      Ich gehöre jedenfalls dazu, und ich kenne dort nur Frauen, die wirklich in einer Liebesbeziehung zu einem Priester leben. Einige sind inzwischen mit „ihrem“ Priester verheiratet und leben ein ganz normales Familienleben. Der weitaus größere Teil der Frauen aber lebt in einer heimlichen Beziehung – nicht heimlich in einen Priester verliebt, wie du mutmaßt – sondern gemeinsam heimlich in gegenseitiger Liebe, so wie ich seit über zwanzig Jahren … Manche haben sogar gemeinsame Kinder.
      Du kannst dich gerne mit uns in Verbindung setzen unter zoelibat-frauen(at)gmx(dot)de oder auf unserer HP informieren.

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  4. Ok, ok, ich glaub so allmählich kommen hier 2 Welten zusammen, besser gesagt: Ich fange an, euch Frauen zu verstehen ;o)

    Wenn Ihr es den Priester-Männern überlasst, eine Entscheidung zu treffen und gleichzeitig nicht eure Liebe zu diesen Männern aufgebt, dann wünsche ich von Herzen Gottes Kraft für diesen leidvollen Lebensweg. Und ich meine das ehrlich!

    Was ich noch nicht ganz kapiere:
    Warum jammert ihr euch gegenseitig öffentlich etwas vor und tut so, als erwartet ihr Hilfe, obwohl euch unter diesen Voraussetzungen eigentlich gar nicht zu helfen ist?

    Jeder Süchtige muß doch auch erst mal begreifen, dass er abhängig ist, bevor eine Therapie Sinn macht. Und Menschen, die sich freiwillig diesem Zölibat mit all seinen schrecklichen Folgen unterwerfen, denen kann man von außen bestimmt nicht helfen.

    PS für Zilli:
    Diese Entscheidung trifft man(n) nicht TROTZ seines Glaubens, sondern gerade WEGEN seines Glaubens – zumindest wenn man es ehrlich meint. Und wenn eine Kirche ihre Gläubigen zum Lügen zwingt, dann hat das mit Glauben nichts mehr zu tun…

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    • Ich denke, die Frauen hier erfahren Hilfe im gegenseitigen Austausch, weil sie sich mit ihrem Problem nicht mehr alleine fühlen müssen.

      Die Psyche eines Priesters zu verstehen, der zwischen Liebe und Beruf / Berufung hin und hergerissen ist, ist sicher sehr schwierig, zumindest wenn man kein kath. Insider ist oder eben eine unmittelbar betroffene Frau. Silvia

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      • Hallo Silvia!
        Eine Frage hätte ich noch – im alten Jahr ;o)

        Wenn ihr euch als betroffene Frauen nicht mal das Recht nehmt, gegen diesen Mißstand vorzugehen, dann muß ich mich als eigentlich Unbeteiligter erst recht zurückhalten?!?

        Aber dann hätten ja all die Menschen, die z. B. Walter Mixa, zu Guttenberg oder jetzt gerade Bundespräsident Wulff zum Rücktritt gezwungen haben, eigentlich einen Fehler begangen?

        Anders gefragt:
        Muß man zusehen, bis ein Täter aus innerer Überzeugung zu einer Änderung seines Handelns kommt, oder ist man manchmal um der Liebe, Wahrheit und Gerechtigkeit willen nicht sogar regelrecht verpflichtet, einzuschreiten.

        Hhhmmm, beim Schreiben ist mir in den Sinn gekommen, dass es ja eure Liebe ist, die euch dieses Erzwingen verbietet. Das ist schön und hat nichts mit Verführung und Schuld zu tun, obwohl es immer wieder gepredigt wird.

        Ein Mann kann von solchen Frauen eigentlich nur träumen, die ihm immer wieder den Rücken stärken ohne ihn zu einer Entscheidung zu zwingen.

        Damit wünsche ich ebenfalls einen guten Rutsch ins neue Jahr und bedanke mich für die äußerst lehrreichen Dialoge ganz herzlich.

        Gruß Reinhold

        PS (die allerletzte Frage):
        Was sagen eigentlich eure Männer bwz. Priester zu diesem Forum?

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        • Lieber Reinhold, ich bin keine betroffene Frau nur eine Katholikin, die für Reformen eintritt.

          Von daher weiß ich nicht, was die betroffenen Priester zu diesem Forum sagen.

          Ich weiß aber, dass Priesterfrauen, die bei der kath. Kirche beschäftigt sind, fristlos entlassen werden, wenn ihre Beziehung bekannt wird.

          Auch das ist sicherlich ein Grund für viele Frauen, sich bedeckt zu halten.

          Und wo sollen die Männer beruflich unterkommen?

          Ich wünsche dir ebenfalls ein gutes Neues Jahr, Gruß Silvia

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          • Liebe Silvia,

            zum Jahreswechsel hab ich das Buch „Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott“ gelesen und verabschiede mich hiermit aus diesem Forum.

            Dieses Buch hat mir soviele Fragen beantwortet, dass ich mich jetzt um viel, viel Wichtigeres kümmern kann.

            Ich wünsche Euch alles Gute, viel Kraft und Gottes Segen für das neue Jahr.

            Grüßle, Reinhold

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  5. Nachträglich „Frohe Weihnacht“ alle miteinander!

    Heute schreib ich mal einen völlig neuen Beitrag, damit dieses Forum endlich mal wieder etwas anders beginnt.

    Mag sein, dass manche sich schon mal gedacht haben, warum ich so impulsiv meine Gedanken in diesem Forum verbreite. Nun, es ist schlicht die Ungeduld, die mich bei diesen Themen hier zornig machen.

    Glücklicherweise bin ich evangelisch und betrachte die Moralvorstellungen der katholischen Kirche etwas distanzierter. Dabei ist mir bewußt, dass ich diese Freiheit eigentlich nur der Reformation durch Martin Luther zu verdanken habe, der vor knapp 500 Jahren dem Papst die Stirn geboten hat und uns diese Glaubensfreiheit überhaupt erst ermöglicht hat. Es ist beschämend, wie viel Aufrichtigkeit bei den Protestanten seitdem verlorengegangen ist.

    Und wenn die Zilli sagt: „Mit was soll frau an die Öffentlichkeit gehen ? Mit ihrer Sicherheit, die als Verführung und Sünde gilt ?“ dann weiß ich sehr wohl, dass dies nicht ihre eigene Überzeugung sondern die Moral der katholischen Kirche ausdrückt.

    Natürlich tue ich mich als Lutheraner da deutlich leichter, aber selbst eingefleischten Katholiken dürfte inzwischen klar sein, dass diese Moral nicht mehr länger aufrechtzuerhalten ist. Auch als Priester kann ich nicht Wasser predigen und selber Wein trinken bzw. ich kann nicht Frauen lieben und sie in der Öffentlichkeit mitsamt ihren Kindern verheimlichen. Und dass die katholische Kirche diese Verheimlichung auch noch unterstützt, indem die Männer weiterhin Kirchen-Karriere machen und die Frauen und Kinder gleichzeitig zu Lügnern degradiert, widerspricht jeglicher Moral. Ja, die katholische Kirche verbaut sich mit diesem Verhalten jegliches Recht, um in Moralfragen überhaupt noch ernst genommen zu werden. Die Folgen davon sind wohl erst an unseren Kindern absehbar, wenn es bereits viel zu spät ist.

    Weiter fragt die Zilli, wie man unter diesen Umständen an die Öffentlichkeit gehen soll. Und ich sage: Mit der gleichen Offenheit und Ehrlichkeit, wie eine Beziehung sie erfordert! Man kann keinen anderen Menschen lieben, wenn man dadurch gleichzeitig sich und sein Umfeld zu Lügnern machen muß. Vielleicht geht es auf dieser Welt lange gut, aber irgendwann wird sich die Wahrheit durchsetzen, weil jeder Mensch ein Gewissen hat.

    Und die Öffentlichkeit weiß sehr genau, was wahr oder gelogen ist. Wer glaubt denn einem Walter Mixa, einem von-und-zu-Guttenberg oder einem Bundespräsidenten Wulff noch? Dem Johannes Heesters wurde seine Nazi-Vergangenheit sogar jetzt noch nach seinem Tod vorgeworfen.

    Die katholische Kirche wird sich solange um dieses Thema winden, solange die Öffentlichkeit dies zuläßt. Erst neulich hat mir ein frischgeweihter, junger Diakon allen Ernstes erklärt, dass es heutzutage gar nicht mehr möglich sei, dass katholische Priester eine Beziehung in der Öffentlichkeit verheimlichen könnten. Tja, wenn man von seinen Auftraggebern lange genug solch einen Blödsinn verzapft kriegt, dann muß man sich nicht wundern, wenn irgendwann sogar intelligente, junge Menschen diesen Quatsch tatsächlich glauben.

    Und da werden auch noch so viele Faxe an genau diese Institution nichts helfen. Das ist reine Zeitverschwendung! Auch dieses Forum hier wird letztendlich eine Selbstbeweihräucherung bleiben – mit mehr oder weniger bemitleidenswerten Teilnehmern.

    Und dass diese Doppelmoral weder von der evangelischen, noch einer anderen Kirche öffentlich angeprangert wird, macht die Sache eigentlich nur noch verheerender.

    Wahrscheinlich wird es mit diesem Zölibat eines Tages so enden, wie beim Märchen „Des Kaisers neue Kleider“: Irgendwann wird eines eurer Kinder aussprechen, was in der Öffentlichkeit alle immer eh schon längst gewußt haben!

    Als nichtbetroffener Mann wäre ich nach wie vor sehr daran interessiert, meine Ansichten mit euch betroffenenen Priester-Frauen auszutauschen.

    Wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für 2012!

    Herzliche Grüße, Reinhold

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    • Lieber Reinhold, ich bin zwar nicht Zilli aber ich weiß, dass sie evangelisch ist.

      Auch evangelische Frauen fühlen sich gezwungen, das Spiel mitzumachen, um den Partner nicht arbeitslos zu machen. Silvia

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        • Hi Silvia + Zilli!

          Also entweder wir jammern uns hier zu Tode oder überlegen gemeinsam, wie dieser mittelalterliche Schwachsinn namens Zölibat geändert werden kann.

          Martin Luther hatte damals den Mut sich gegen den Papst zu stellen – und zwar unter Lebensgefahr! Und in unserer heutigen Zeit traut sich nicht mal Jemand öffentlich anzusprechen, welche Auswirkungen dieser Zölibat gegen die Liebe hat.

          Wie gesagt, ich bin davon nicht betroffen und kann recht schlau daherreden. Aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich wirklich niemand traut, gegen diesen Schwachsinn öffentlich vorzugehen.

          Klar, gibt es auf diesem Weg neue Wunden und Verletzungen, aber das ist doch lächerlich gegenüber dem, was Martin Luther damals riskiert hat.

          Als „Lohn“ winkt ein Leben mit einer ehrlichen Beziehung und Kinder, die ihren Vater nicht mehr leugnen müssen.

          Und außerdem hätten wir nebenbei auch noch eine glaubwürdigere Kirche – wenn auch erzwungenermaßen…

          PS:
          Frau „Mixa“ wurde auch nicht gefragt, ob sie mit dem (erzwungenen) Rücktritt ihres Mannes einverstanden ist ;o)

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          • Lieber Reinhold, in katholischen Reformerkreisen wird der Mut Martin Luthers im Gegensatz zur heutigen Situation auch diskutiert.

            Man darf aber nicht vergessen, dass es damals in unseren Breitengraden nur die rkk Kirche gab, die eine immense Macht hatte.

            Heute ist das nicht mehr der Fall. Jeder, der will, kann gehen, auch die Priester.

            Wobei die Priester dann nicht nur ihr Amt verlieren, sondern oftmals nie wieder beruflich unterkommen. Welche Frau will das schon?

            Unsere Priester haben meistens, wie fast alle praktizierenden Katholiken, eine starke emotionale Bindung an die Kirche, und die meisten Priester lieben ihren Beruf. Silvia

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          • Lieber Reinhold,
            die Männer müssen ihre Entscheidung treffen mit ihrem Herzen und mit ihrem Verstand trotz ihres Glaubens, sonst wird es nicht gutgehen.
            Gruß Zilli

            P.S. Meine Zeile zuvor an falscher Stelle, sorry !

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    • … und doch wird sich noch lange nicht ändern …
      Wie denn!?
      Wenn der Partner voll und ganz zu und hinter seinem Amt steht, diesen Weg weitergehen möchte (selbst wenn er einem anderen Beruf nachgehen könnte nach seinem Rücktritt – was aber oft gar nicht möglich ist)
      Aufstehen und aufzeigen können die Paare nur gemeinsam!
      Frau wird aber immer hinter ihrem Priester stehen und ihn nicht in Bedrängnis oder Entscheidungszwang bringen.
      Sie kann nur stützen oder, wenn sie es nicht aushält – gehen.

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      • Gehen bringt meist nicht viel, das wissen wir doch alle – normalerweise kommen wir wieder zurück, weil wir unsere Priestermänner nicht im Stich lassen wollen und sie uns leid tun. Stützen können und müssen wir sehr viel, auf unseren Schultern liegt meist der größte Teil der Last, wir leiden am meisten unter den Heimlichkeiten, dem Verleugnen, der Einsamkeit…aber solange wir alle mithelfen mit unserem Schweigen dieses System aus Lügen zu unterstützen, solange wird der Zölibat auch weiterhin von oben herab verklärt werden, gepriesen, als einzig angemessene Lebensform für kath.Priester…wenn unsere Männer nicht reden dürfen, dann sollten wir mehr Mut finden. Immerhin gibt es heutzutage genügend Möglichkeiten sich zu vernetzen und gemeinsam stark zu sein…die Zölibatsfrauen werden am Kirchentag mitdabei sein, wir sollten alle mutig genug sein sie zu unterstützen, an ihren Stand zu kommen und zu zeigen, daß Priesterfrauen keine kleine Randerscheinung sind, daß wir viele sind und daß wir nicht ewig schweigen werden
        Mirjam

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  6. Sehnsucht

    Verzweifelt Nähe suchen
    Hoffnung ausstreuen auf
    Mitteinander Enttäuschung
    einklagen rote Augen nicht
    vor allen verbergen

    was aber wenn der Schmerz
    um den anderen stirbt wenn
    Sehnsucht kein Wort mehr ist

    nicht einmal ein Wort

    (S.Lichtenberger)

    Es ist Leiden, Traurigkeit, aber nie Vergessen…..

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    • Liebe Zilli, einerseits freue ich mich, endlich wiedermal von dir zu hören, habe oft an dich gedacht.

      Aber was du schreibst, macht mich traurig.So viel durch eine Institution verursachtes Leid kann nicht der Wille Gottes sein.

      Und immer sind irgendwie die Frauen die Verlierer, stehen mit leeren Händen und gebrochenem Herzen da, während der Mann immerhin seinen Beruf hat und vielleicht sogar die Genugtuung, seiner Berufung treu geblieben zu sein.

      Wer fragt da nach der Frau? War sie doch nach Auffassung der Kirchenmänner die „Verführerin“.Frauen und auch Kinder werden geopfert auf dem Altar der Männerkirche. Alles Liebe Silvia

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      • Liebe Siliva, es müßte ein unabgängige Beratungsstelle geben für diese Frauen. Einfach ist das alles wahrlich nicht !
        Zilli

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          • … und so muß es halt so gehen, ich bin mir sicher,es leiden beide !

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          • Andererseits frage ich mich, was so eine Beratungsstelle bringen könnte, denn wirkliche Hilfe könnte sie nicht leisten.

            Unter dem jetzigen Papst bewegt sich die Kirche keinen Millimeter vorwärts, dafür zügig rückwärts. In der Zölibatsproblematik könnte also nur ein Wunder helfen.

            Andererseits nehmen die weltweiten Proteste zu, nicht nur im deutschsprachigen Raum. Und dank Internet vernetzt man sich. Vielleicht ist das auch schon ein kleines Wunder. Alles Liebe Silvia

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          • Lieber Reinhold,
            die Männer müssen die Entscheidung treffen, dass kann frau ihm nicht abnehmen, denn nur die eigene bewußte Entscheidung kann dann weiter durch das Leben tragen ohne Schuldzuweisungen !
            Zilli

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    • Beratung – Austausch – .. klingt gut.
      Aber ich denke mir auch oft, so etwas sollte es für die Priester geben, die in diesem Zwiespalt leben, aber noch nicht eine klare Stellung beziehen können und mit sich kämpfen.
      Nur da wiederum – wie kommen sie zu so etwas, wenn sie noch im „Eigenkampf mit sich “ stecken, wer kann sie ansprechen, ermuntern zu reden, zu einem Austausch einladen, wenn man nicht weiß, dass genau der Kollege in so einer Situation steckt?
      Somit dreht sich wieder alles im Kreis – und in meinem Fall – ich dreh mich mit, machtlos, mir selbst zusehend, ohne einen Ausweg in Sicht, da ja nur der Priester selbst mit der Veränderung beginnen kann.
      Ich kann nur immer wieder zu verstehen geben:
      „Ich bin da – ich bin für Dich da.“

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      • Ich bin da, … ich bin für dich da !

        Das ist ein Satz, in Worten, in Gedanken, in Wünschen, im Gebet, der Gewissheit geben soll, egal wie er sich entscheidet.
        Ich bete nur noch darum, es aushalten zu können….

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    • Ja mein Gott, solange sich keine von euch Frauen mit diesem Schicksal an die Öffentlichkeit traut, solange werden diese Foren immer nur so etwas wie Selbstbemitleidungs-Treffs bleiben. Wieso sollte sich in der katholischen Kirche irgendetwas ändern, wenn ihr mit eurer Geheimhaltung dieser Institution sogar noch beim Lügen helft?!?

      Und wenn ihr glaubt, dass ihr nur durch diese Anonymität euch und euren Kindern ein sinnvolles Leben ermöglicht und gleichzeitig euren Kirchen-Männern eine auf Lügen aufgebaute Karriere ermöglicht, solange kann man euch eigentlich nicht helfen.

      Bei diesem Trauerspiel sind die Kinder die Opfer, aber ihr als Frauen und Mütter macht euch doch zu Mittätern, solange ihr eure lügnerischen Männer (und Väter) nicht zur Wahrheit zwingt!

      Man kann es nicht fassen, aber all das spielt sich im Jahr 2011 in der katholischen Kirche ab!!!

      Würde gerne mal als Redner zu einem eurer Treffen kommen, wenn ich dürfte…

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        • Lieber Reinhold, du musst auch berücksichtigen, dass Frauen, wenn sie lieben, meist sehr, sehr leidensfähig sind, nicht nur in der Beziehung zu einem Priester sondern generell. Liegt wohl in unserer Natur. Gruß Silvia

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          • Grüß Gott zusammen!

            Die diesjährige Jahreslosung der evangelischen Kirche lautet: „Laß dich nicht vom Bösen überwinden – überwinde das Böse mit Gutem.“

            Davon ist der 1. Teil eigentlich meist noch relativ einfach umzusetzen, denn wir spüren ja meist sehr genau, wer oder was gut oder böse ist.
            Schwieriger wird der 2. Teil und insbesondere bei den Kirchen ist es diese verzwickte Situation, dass sich viel Gutes unter einem schlechten Deckmantel verbirgt. Nun stellt sich die Frage, wie man gegen dieses Schlechte vorgehen soll. Man wird wohl nicht drumherumkommen, das Schlechte zumindest mal öffentlich anzuprangern, sonst wird sich wohl nichts ändern (Beispiel Walter Mixa). Na ja, und da sind insbesondere diese Frauen, die ein Leben lang unter diesem Pflichtzölibat leiden, gefordert. Wie gesagt: Die Kinder sind die Opfer, es geht letztendlich darum, ob diese Frauen und Mütter sich zu Mittätern machen oder nicht!

            Trotzdem merke ich, wieviel Feingefühl, Liebe und Toleranz aus euren Zeilen dringt und weiß aus eigener Erfahrung nur zu gut, dass es diese Menschen mit ihren (gescheiterten) Erfahrungen sind, die die wirklichen Antworten auf die Fragen unserer Zeit geben können!

            Merke:
            „Die Wahrheit geht manchmal unter, doch sie ertrinkt nie!“

            Grüßle Reinhold

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      • Lieber Reinhold. Ich gebe dir mit deiner Analyse vollkommen recht. Aber wenn wir solche Treffen veranstalten, wollen wir diesen Frauen ein Forum anbieten, wo sie in geschützen Rahmen ihre Probleme besprechen können. Diese Frauen sind meist seelisch sehr belastet und brauchen Hilfe und Aussprache,um mit ihrer Situation umgehen zu können. Sie müssen lernen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Erst ein zweiter Schritt, den sie aber selbst setzen müssen, wäre der Schritt in die Öffentlichkeit.

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        • Mahlzeit zusammen!

          Dieser geschützte Rahmen ist vollkommen ok und akzeptabel. Trotzdem bleibt ihr Priester-Frauen der Schlüssel, um diesen Mißstand endlich zu beseitigen. Ein Bundespräsident Wulff oder ein zu-Guttenberg werden doch niemals freiwillig zurücktreten, also kann es nur durch öffentlichen Druck erreicht werden. Und dieser Druck kommt nicht von euren Kindern oder Männern, sondern dazu müßt ihr euch auch noch aufopfern.

          Wie gesagt:
          Würde euch das gerne mal persönlich in eurem nächsten Treffen genauer erklären – gerne auch anonym…

          PS:
          Es gibt nichts Schlimmeres, als die Angst davor!

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          • Ein Beitrag von mir:
            Priesterfrauen organisieren sich! An: Präfektur des Päpstlichen Hauses in Rom. Fax: 0039 06 6988 5863 Machen Sie Gebrauch davon! Ilse – keine Betroffene

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          • Lieber Reinhold. Natürlich hast du Recht mit der Öffentlichkeit und persönlich praktizieren wir das seit 40 Jahren. Ich bin die Frau eines Priesters und wir kämpfen seit 40 Jahren um eine Änderung des Zölibats-gesetzes. Aber wir können die Frauen, die in heimlichen Beziehungen leben, nicht veranlassen in die Öffentlichkeit zu gehen. Wir können sie nur in ihrer Not begleiten und ihnen helfen.

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        • Vielleicht könnten die Priesterfrauen als Interessenvertretung an die (kirchliche) Öffentlichkeit gehen, ohne ihre Partner namentlich zu outen.

          Ich denke, dass die Zeit reif und günstig ist, dass die Frauen aus dem „Untergrund“ heraustreten.

          Je mehr Druck gegen den Pflichtzölibat gemacht wird, desto besser. Silvia

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  7. Gedanke:
    Ob Gott an einem frohen und ausgeglichenen Familienvater als Priester, wie es in anderen christlichen Kirchen längst normal und üblich ist, nicht wesentlich mehr Freude und Wohlgefallen haben könnten als einem Priester der sich unter der Last des menschlich erfundenen, mit nichts zu begründenden, unsinngen, unseligen, „Pflicht“zölibats und der damit verbundenen Menschseinsbeschneidung, sein Leben lang quälen und leiden muß.

    Josef Berens
    (als einfacher, selbst denkender Katholik

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  8. Reinhold Schwarz, geschrieben am 26.10.2011, 16:43

    Walter Mixa
    Wie soll ich damit umgehen, wenn 2 Buben vom Augsburger Ex-Bischof Walter Mixa in meiner unmittelbaren Nachbarschaft als katholische Pfarrer ihren Dienst tun – zumal der eine, welcher von seinem wirklichen Vater weiß, ein recht frustrierter und unnahbarer Mensch ist, was seine Tätigkeit als Pfarrer natürlich sehr stark in Mitleidenschaft zieht.

    Darf man das Lügengebäude einstürzen lassen oder ist es die Privatsache der betroffenen Personen und man muß warten, bis diese geistlichen Personen selber ihre Lügnerei aufdecken.

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    • Silvia, geschrieben am 26.10.2011, 17:03

      Mixa
      Falls es sich tatsächlich um die Söhne von Exbischof Mixa handeln sollte, was ja erst bewiesen werden müsste, so ist es ja nicht deren Schuld.

      Seinen Vater kann man sich ja nicht aussuchen. Ich würde die beiden Pfarrer deswegen in Ruhe lassen. Silvia

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    • Sigrid, geschrieben am 26.10.2011, 17:22

      Fußstapfen
      Der Meinung bin ich auch, es war für die Buben schwer genug, damit Mann zu werden und dann noch in die gleichen Fußstapfen zu treten, ohne es vielleicht sogar zu wissen, was der unbekannte Vater tut. Erstaunlich !

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  9. Hans, geschrieben am 01.10.2011, 08:00

    Liebe Silvia. Ich kann deine Ermüdungserscheinungen gut verstehen. Auch ich (77) habe manchmal solche Anwandlungen. Ich habe als junger Priester das Konzil als gewaltige Befreiung erlebt. Trotzdem kämpfe ich, im Wissen, dass ich persönlich eine Roform wohl nicht mehr erleben werde. Ich tu es, weil es für die Kirche, die ich liebe, notwendig ist. Aber jeder tut das, was er kann. Zu ermüden ist keine Schande. LG Hans

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    • Silvia, geschrieben am 03.10.2011, 19:44

      Bewundernswert
      Lieber Hans, ich bewundere deinen Durchhaltewillen.

      Ein bisschen hängt es aber meiner Meinung nach auch davon ab, was man sonst noch im Leben gerade zu bewältigen hat, wieviel Kraft einem insgesamt zur Verfügung steht, und wo sie gerade am nötigsten gebraucht wird.

      Und manchmal denke ich, dass es für uns Christen in der Welt und gerade in der Welt auch noch andere, womöglich sogar wichtigere, Betätigungsfelder geben könnte anstatt ständig gegen die Mauern des Vatikans anzurennen.

      So, wie es aussieht, kann jede weltliche Diktatur wohl leichter gestürzt werden, als dass man im Vatikan überhaupt mal Gehör findet. Viele Grüße Silvia

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    • maja, geschrieben am 04.10.2011, 22:50

      ganz einfach…
      es ist wohl ganz einfach innere Überzeugung.
      „Hier stehe ich und kann nicht anders !“

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      • Maja, geschrieben am 22.10.2011, 17:01

        …. vielleicht hilft Lachen
        Lieber Erwin, dann bin ich ja mal gespannt auf dein Buch !
        Vielleicht hilft es ja….

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  10. hans, geschrieben am 30.09.2011, 08:11

    Lieber Raimund. Der Diskussionsbeitrag von Silvia ist, weenn ich richtig gezölt habe der 12. oder 13. von oben. Er ist vom 28. 9. 2011. LG Hans

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  11. hans, geschrieben am 29.09.2011, 08:17

    Liebe Silvia. Du schreibst: „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“. Ich frage mich, für wen? Für die Reformer wäre eine Spaltung weder gut, noch sinnvoll. Für die Weltkirche wäre eine Spaltung zwar eine Schwächung, würde aber nichts ändern. Im Gegenteil, dann wären die „Unruhegeister“ endlich draußen. Weder Resignation noch gedankenlose Unterwerfung führen zum Ziel, sondern nur ständiger, mühevoller Dialog. Mir ist die Einheit – auch mit dem Papst – sehr wichtig, auch wenn wir in verschiedenen Fragen, die nicht den Glauben betreffen, anderer Meinung sind.

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    • Raimund, geschrieben am 29.09.2011, 14:49

      Diskussionsbeitrag
      Lieber Hans,
      wo findet man den Diskussionsbeitrag von Silvia, auf den du geantwortet hast?

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    • Silvia, geschrieben am 30.09.2011, 12:16

      Spaltung – keine Kraft mehr
      Lieber Hans, ich merke einfach, dass ich allmählich keine Kraft mehr habe, um Reformen zu kämpfen.

      Ich habe das Konzil als Kind erlebt, heute bin ich sechzig.Da kann man schon mal müde werden und überlegen, ob man seine Energie nicht besser woanders einsetzt.

      Ich bin auch nicht die Einzige, die solche Ermüdungserscheinungen hat. Gruß Silvia

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  12. sigrid, geschrieben am 26.09.2011, 14:10

    Papst-Besuch
    Also zurück to the roots – werdet wieder katholischer, dann ist allet jut !

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  13. barbara, geschrieben am 25.09.2011, 01:48

    Gut gemacht, Papst Benedikt!
    Nun war er also da, unser Papst, Und er hat all meine Erwartungen nicht nur erfüllt sondern sogar weit übertroffen! Seine Auftritte im Papamobil- das Bad in der Menge- und dann noch die herzliche Küsschen für Babys, wirklich ergreifend. Und diese Gottesdienste – was für ein Bild! In den ersten Reihen dieser prachtvolle Purpur und der Glanz der kostbaren Stickereien. Mein Papst im unschuldigen, reinen Weiß, eine Augenweide.
    Er blieb standhaft. Keine Reformen, keine Gastgeschenke!! Das schreckliche Beispiel Gorbatschows, der durch seine Perestroika die Sowjetunion zerstörte war ihm wohl eine Lehre!
    Es darf auch nicht sein, dass gerade mal 2% der Katholiken (nur soviel bietet Deutschland nämlich) dem Papst vorschreiben kann, wie er seine Kirche führen soll. Würde er darauf eingehen, könnte man ihm zu Recht Vetternwirtschaft vorwerfen.
    Der Rest der katholischen Welt ist völlig d\’accord mit den Dogmen! Fragt doch nur mal bei der Piusbrüderschaft oder dem Opus Dei nach.
    Eigentlich sind wir nach dem 2.Vatikanischen Konzil ja schon viel zu weit gegangen. Mein lieber Papst hat das begriffen und läßt den Gottesdienst nach altem Ritus wieder zu. Gut so, Benediktus!
    Aber bleibe bitte nicht auf halbem Weg stehen! Viele andere sinnvolle Traditionen, die aufgegeben worden sind, warten auf Wiederbelebung!
    Was ist mit dem Index der verbotenen Bücher? Habt ihr wirklich nur kein Personal dafür? Wer schützt uns dann vor teuflischem Gedankengut?
    Und die Heilige Inquisition? Dieser Ersatz durch die Sacra Rota ist ja wohl ein Witz, oder?
    Und der Vorwurf, dass die 30 Millionen Euro Kosten für den Papstbesuch besser in Somalia investiert worden wären, ist eine Unverschämtheit! Wenn Gott gewollt hätte, dass die Menschen dort nicht verhungern, hätte ER sich um sie gekümmert! Wer sind wir, wer ist der Vatikan, dass er Gott ins Handwerk pfuschen dürfte? ER wird schon wissen, warum er die Somalis hungern läßt und den Klerus nicht!

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    • Wolfgang Dettenkofer, geschrieben am 04.10.2011, 23:35

      Ironie ist der Hoffnung letzte Waffe – bisweilen kann man nur eine Satire schreiben
      Wer wird da sehen schwarz?
      Ist alles rot: Hüte, Schuhe, Zahlen…

      Oh hätt ich auch so rote Schuh,
      mich brächte nichts mehr aus der Ruh.
      Ich predigte „Entweltlichung“
      und flöge in der Welt herum.

      Ja, so ein Papst glaubt unfehlbar.
      Wenn er zurück blickt, dann ist klar:
      Die Welt ist schlecht – sie bleibet so.
      Stimmt ein mit mir in dies Credo!

      Der Martin Luther wird gefeiert,
      dieweil ein Papst nur leise leiert:
      „Wir können nicht, ihr dürft auch nicht!“
      Gott sei ihm gnädig im Gericht.

      Kleingläubig war sein Vorgänger,
      der Petrus. Er versank im Meer.
      Der Jesus hat ihn rausgezogen.
      Er kennt ihn nicht. Ist dies gelogen?

      Ach Herr, gib ihm wie Salomon,
      ein hörend Herz, er bräucht es schon.
      Doch was er teilt an Watschen aus,
      ist Dir wie uns kein Ohrenschmaus.

      Er meint, er hätte uns bestärkt.
      Doch wer vorbeifährt und nicht merkt:
      Ein Glaskasten verrät viel Angst.
      Vertrauen du so nicht erlangst.

      Oh wäret ihr in Rom geblieben!
      Uns wäre viel erspart geblieben.
      Gottferne ist wohl dein Problem!
      Papstsein hält jung, ist angenehm.

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  14. raimund, geschrieben am 21.09.2011, 16:06

    zu Maja Veränderung
    Liebe Maja,
    die Zeitdimensionen sind allerdings gewaltig. So ist Luther seit fast einem halben Jahrtausend durch die katholische Kirche „gebannt“. Die Entschuldigung wegen des Inqusitionsprozesses und die Rehabilitierung von Galileo Galilei erfolgte etwa 400 Jahre später im November 1992.
    Die Sache (vor allen Dingen der jahrzehntelang von Deckelung geprägte Umgang) mit den Missbrauchsskandalen in mehreren Ländern will ich hier nicht weiter vertiefen.

    Das zeigt (nur exemplarisch) wie sehr der Begriff „Monolith“ in Bezug auf die katholische Kirche zutrifft. Da ist noch sehr viel Arbeit zu tun. Und im Grunde bedarf es eines fast revolutionären Umdenkens, um wieder an der Bergpredigt (die „Kernbotschaft des Christentums“)des Neuen Testaments anzuknüpfen. Hoffentlich dauert das dann nicht weitere Jahrhunderte. Die Idee des Christentums hätte es mehr als verdient, sich in einer den biblischen Grundüberzeugungen (und nicht kirchenrechtlichen Gesetzen) adäquaten Kirche wiederfinden zu können.
    Die Welt braucht eine solche Kirche, aber nicht in der Weise, wie sie sich jetzt in vielen Teilbereichen – insbesondere auf „amtskirchlicher Ebene“ – darstellt (mal abgesehen vom vielfältigen Engagement in sozialen Bereichen tätiger Menschen im kirchlichen Umfeld). Diese gegenwärtigen (insb. geistig-sprituellen) Strukturen der Kirche liegen leider weit weg von dem, was Jesus uns gelehrt hat. Da ist vieles über die Jahrhunderte verloren gegangen oder verfälscht worden bzw. heidnischen Einflüssen unterworfen worden, seit dem das Christentum zur römischen Staatsreligion geworden ist.
    Geschaffen wurde im Grunde ein Macht- und Staatsapparat, der sich dann mit wechselvoller Geschichte über die Jahrhunderte mehr oder weniger von weltumspannender und politischer Bedeutunggehalten hat.
    Die Zielrichtung „Verkündung der Frohbotschaft“ war aber eine andere. Vielleicht gelingt es ja wirklich, nunmehr die Kirche Jesu Christi auf diesen Weg, der durch die Bergpredigt vorgzeichnet ist, zurückzugeleiten.

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    • maja, geschrieben am 21.09.2011, 20:45

      zu lang
      Lieber Raimung, ich spreche nicht gegen dich, ich kenne nur einen Priester, der auch seinen Weg finden muß in dieser Kirche. Ich habe keine Idee dafür ! Ich verstehe auch vieles nicht, wo doch wir Christen christlich leben wollen, vieles in der kathl. Kirche finde ich nicht christlich, vorallem nicht, seit dem ich mehr damit zu tun habe als evang. Christin. Liebe Grüße maja

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  15. maja, geschrieben am 21.09.2011, 07:00

    Veränderung
    Lieber Raimund, lieber Hans,
    ein Priester hat zu mir mal gesagt:
    „Ich kann das System nicht verändern, aber mich im System!“ Das ist genau das, was du meinst, Hans. Wenn jedes Rädchen nach seinem guten Gewissen handelt, dann verändert sich die Kirche von unten nach oben. Jeder sollte nach seinem guten Gewissen handeln, immer ! Auch kleine Dinge werden irgendwann groß. Viel Erfolg wünche ich allen denen mit guten Gedanken ! Maja

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  16. Raimund, geschrieben am 20.09.2011, 01:04

    Was ist von einer Kirche zu halten….
    Die Diskussion um den Zölibat ist ja nur ein Aspekt.
    Was ist von einer Kirche zu halten, die bis zu 3 uneheliche Kinder von Priestern alimentiert, die legitime Ehe aber für Priester ablehnt? Was ist von einer Kirche zu halten, die Homosexualität deckt, wenn sie geheim bleibt, Menschen aber aus Lehre und Amt entfernt, wenn sie sich offen dazu bekennen?
    Was ist von einer Kirche zu halten, die bis heute den Kirchenbann über Luther aufrecht erhält, andererseits von christlicher Nächstenliebe und Toleranz spricht und Respekt ihren Institutionen gegenüber von Dritten einfordert?
    Mein Gott, wie weit ist die katholische Kirche von ihrem Religionsstifter abgedriftet! Das also sind die Nachfolger des Fischers, auf den Jesus seine Kirche bauen wollte?

    Ich weiß nicht, ob ich es bewundern soll, dass sie dieser sog. Kirche weiter angehören wollen. Vielleicht geschehen noch Zeichen und Wunder, und es erfolgt eine Rückbesinnung auf das, was das Christentum wirklich ausmacht. Ich befürchte jedoch, dass die Strukturen sich nicht in absehbarer Zeit ändern werden.
    Da bedarf es noch vieler guter Kräfte, um die Kirche wieder auf den Weg des Herren zu bringen.
    Ich hoffe, dass Ihr Wirken mithilft den Monolith aufzubrechen . Dazu wünsche ich Ihnen viel Kraft, Ausdauer, Beharrlichkeit und Demut. Und Gottes Segen.

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    • hans, geschrieben am 20.09.2011, 08:33

      Lieber Raimund. Was ist von einer solchen Kirche zu halten? Ich denke, dass sie eine Kirche von sündigen Menschen ist, dass sie eine Kirche ist, und das zeigt die Geschichte, die ständig reformiert werden muss. Die Strukturen, die wir zur Zeit haben sind geschichtlich gewachsen und haben sich von dem, was Jesus wollte, oft weit entfernt. Das zu ändern ist Aufgabe der ganzen Kirche und als kleines Rädchen möchte ich daran mitwirken. In einer so großen Gemeinschaft, wie es unsere Kirche ist, braucht das leider oft lange Zeit. Trotz aller dieser Fehler aber ist sie in ihrem Wesen die Kirche Jesu Christi und ist auf ihnn hingerichtet, und es geschieht in ihr unendlich viel Gutes.

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