Frau und Kirche

Auswirkungen des Zölibatsgesetzes auf die Frauen.

Das Zölibatsgesetz ist eng verbunden mit der Stellung der Frau in der Kirche. Ihnen hat die männerdominierte Kirche im Lauf der Geschichte besonders übel mitgespielt.

 

Gesellschaftliche und kirchliche Ordnungen

Die Gesellschaftsordnungen der Staaten, aber auch der Kirche, waren bis heute weitgehend geprägt von der aus dem Heidentum übernommenen Ideologie des Patriarchats. Auch im römischen Reich waren die meisten Frauen kaum rechtsfähig, und die Struktur dieses römischen Gesellschaftssystems wurde grundsätzlich auf alle nachfolgenden Gesellschaftssysteme bis in unsere Zeit übertragen.

Wie die Kirche mit ihren Fehlvorstellungen zu naturwissenschaftlichen Problemen [1] auch die Gesellschaft mit der Unterordnung der Frau unter dem Mann beeinflusste, zeigt die Geschichte von Aristoteles (384 – 322 vor Chr.) über die Kirchenväter, die Kirchenlehrer (z. B. Thomas von Aquin 1225 – 1274), bis heute. So durfte bis etwa 1878 z. B. keine Frau an einer europäischen Universität studieren. Erst nach dem 2. Weltkrieg war es möglich, dass Frauen katholische Theologie studieren durften. Der katholische Kanton Innerrhoden/Appenzell hat erst im Jahre 1990 den Frauen überhaupt das Stimmrecht zuerkannt.

Erst das 2. Vatikanische Konzil (1962 – 1965) hat zumindest lehrmäßig mit diesen schändlichen Diskriminierungen, zumindest was den gesellschaftlichen Bereich betrifft, aufgeräumt. Eingeleitet hat dies Papst Johannes XXIII. mit  seiner Enzyklika „Pacem in terris“, wenn er schreibt:

  • „Die Frau, die sich heutzutage ihrer Menschenwürde immer mehr bewusst wird, ist weit davon entfernt, sich als seelenlose Sache oder als bloßes Werkzeug einschätzen zu lassen; sie nimmt vielmehr sowohl im häuslichen Leben wie im Staat jene Rechte und Pflichten in Anspruch, die der Würde der menschlichen Person entsprechen“.

Das 2. Vatikanische Konzil manifestiert eindeutig diese Grundrechte des Menschen und schließt deren Missachtung aus:

  • „Jede Form der Diskriminierung in den gesellschaftlichen und kulturellen Grundrechten der Person, sei es wegen des Geschlechtes oder der Rasse … muss überwunden und beseitigt werden, da sie dem Plan Gottes widerspricht.“ [2]

Und obwohl mit den „kulturellen“ Grundrechten doch auch die Ordnung der Kirche gemeint sein sollte, hat das Konzil in dieser Frage nur den gesellschaftlichen Bereich angesprochen, den Sendungsbereich der Kirche aber ausdrücklich auf die „religiöse Ordnung“ beschränkt. [3] Und in dieser „religiösen Ordnung“ der Kirche sieht unsere Kirchenleitung bis heute keine Notwendigkeit, den Frauen die gleichen Rechte zu geben wie den Männern.
Zwar gab es in der Urkirche das Priesteramt in der heutigen Form noch nicht. Doch man hatte keine Bedenken, Frauen in wichtige Funktionen der Kirche zu senden. So grüßt Paulus im Römerbrief, Kapitel 16, Vers 7, die angesehene Apostolin Junia: „Grüßt Andronikus und Junias, die zu meinem Volk gehören und mit mir zusammen im Gefängnis waren; sie sind angesehene Apostel und haben sich schon vor mir zu Christus bekannt.“

Hier wird ausdrücklich eine Frau „Apostel“ genannt. Als dies mittelalterlichen Theologen Schwierigkeiten bereitete, machte man flugs aus der Apostolin Junia einen Apostel namens Junius. Für die Kirchenlehrer Hieronymus und Chrysostomus war es klar, dass Junia eine Frau war. So schreibt schon Chrysostomus im 4. Jahrundert: „Was muss das für eine erleuchtete Tüchtigkeit dieser Frau gewesen sein, dass sie des Titels eines Apostels würdig erachtet wurde, ja sogar unter den Aposteln hervorragend war“.  [4]

Die andere, für eine männerdominierte Kirche unangenehme Tatsache ist die, dass die Urkirche nicht nur Diakone, sondern auch Diakoninnen einsetzte. Diese Tatsache suchten später Kirchenmänner, Theologen und Kanonisten, jüngst erst die römische Kongregation für die Glaubenslehre, in ihrer Bedeutung dadurch zu mindern, dass sie der Diakonatsweihe der Frau den sakramentalen Charakter absprach.

Warum aber gibt es diese Minderbewertung der Frau in der Kirche?

Schon von Anfang an sah die Kirche in Eva die Urheberin der Sünde aller Menschen. Allein die Aussage im zweiten Schöpfungsbericht des Alten Testamentes, die Frau sei zeitlich nach dem Mann erschaffen und dazu noch aus einer Rippe genommen worden [5], sollte als Beweis für ihre Unterlegenheit gegenüber dem Mann genügen. Alles weitere tat die Spekulation. Geringere Körper- und Geisteskräfte, so lautete gewöhnlich die Begründung, machen die Frauen für die Sünde allzu leicht anfällig.

Tertullian von Karthago (+ ca. 220 n. Chr.) eröffnete die Schmähreden gegen die Frau. Er erinnerte an „den schmählichen Sündenfall und den trostlosen Untergang der Menschen“, an dem nur die Frau schuld sei und so wetterte er auch gegen die „frechen und anmaßenden Weiber“, die ein kirchliches Amt anstrebten.

So wurde spätestens vom 3. Jahrhundert an die Frau allmählich aus allen offiziellen Positionen der Kirche entfernt, bis die Leitung der Christengemeinden und der Vollzug der Eucharistiefeiern nur noch in den Händen der Männer lag.

Aber erst Papst Gelasius (492 – 496) verfügte im Jahre 494, [6] dass Frauen nicht zu Priestern geweiht und in Führungspositionen der Kirche berufen werden dürfen. Dieses Verbot besagt aber andererseits, dass bis dahin Frauen tatsächlich solche Ämter in der Kirche inne hatten. Sonst wäre ja ein solches Verbot sinnlos gewesen.

Bei der Suche nach den Hauptmotiven für den Ausschluss der Frau von der Ordination erhalten wir von Epiphanius (Bischof von Cypern, 4./5. Jahrhundert.) eine mariologische Auskunft: „Wenn Frauen von Gott beauftragt wären, das Priestertum zu versehen, dann wäre es im Neuen Bund niemand mehr als Maria zugefallen, eine priesterliche Aufgabe zu vollziehen … Aber er hat es nicht für gut befunden“. So wurde und wird Maria immer wieder als die „Dienerin“ und „niedrige Magd“ dargestellt und verehrt. Daher habe auch jede andere Frau zu dienen und niedrige Magd zu sein. Was für eine Logik ist das aber! Weil Gott in seinem Heilsplan für die Welt Maria zu einem ganz besonderen Dienst berufen hat, hat er dann auch alle anderen Frauen zu (niedrigeren) Diensten ausersehen.

Nach Tertullian waren sich alle Theologen einig, dass Eva die Sünde in die Welt gebracht hat. Sie allein habe diese persönliche Sünde als Erbsünde an alle Nachkommen weitergegeben. Sie ist die Hauptursache alles Bösen und muss daher gemieden werden. Es ist daher nicht verwunderlich, dass alle späteren Kirchenväter und Kirchenlehrer von einer mehr oder minder großen Leib- und Frauenfeindlichkeit erfüllt waren. So argumentiert auch Thomas von Aquin (1226 – 1274 n. Chr.) gegen das prophetische Amt der Frau:

  • Erstens, weil die Frau dem Mann untertan sei (Gen 3, 16). Lehren aber und Überzeugen, als öffentliches Amt in der Kirche, ist nicht Sache der Untergebenen, sondern der Vorgesetzten.
  • Zweitens, weil sonst der Geist der Männer zur Sinnlichkeit verführt wird.
  • Drittens, weil die Frauen gemeinhin in der Weisheit nicht so vollkommen sind, dass ihnen eine öffentliche Lehrtätigkeit anvertraut werden könnte.

Daher bekam nur die „Jungfrau“, nicht aber die verheiratete Frau, einen privilegierten Platz an der Seite der Jungfrau Maria, eventuell noch die Witwen, vorausgesetzt sie haben keine sexuellen Beziehungen mehr.

Wenn man aber bedenkt, dass solche Urteile über die Stellung und Würde der Frau von Mönchen oder Priestern gefällt wurden, die vollständige sexuelle Enthaltsamkeit gelobt hatten – und dies weniger aus Idealismus für ein keusches Leben als vielmehr aus Verachtung vor der sündigen Sexualität – dann sind derartige frauenfeindliche Äußerungen nicht verwunderlich.

Als Magd und Dienerin gesteht auch heute noch die Kirche dem Priester eine Frau zu, z. B. als Pfarrhaushälterin. Auch Klagemauer darf sie bisweilen sein. Wenn daraus aber Zuneigung oder gar Liebe entsteht, dann wird der Priester für die kirchliche Obrigkeit untragbar und muss seinen Dienst quittieren.

Folgen des Zölibatsgesetzes für Frauen

Grausam verfuhr man im Lauf der Geschichte mit den Frauen von Priestern. Obwohl, um nur ein Beispiel zu nennen, zur Zeit des hl. Kirchenlehrers Petrus Damianus (1007 – 1072 n. Chr.) die Priesterehe noch gar nicht verboten war, beschimpfte er die  Priesterfrauen als „Lockspeise des Satan, Auswurf des Paradieses, Gift der Geister, Schwert der Seelen, Wolfsmilch für die Trinkenden, Gift für die Essenden, Quelle der Sünde, Anlass des Verderbens, Eulen, Nachtkäuze, Wölfinnen, Blutegel, Metzen, Buhlerinnen, Lustdirnen, Suhlplätze fetter Säue usw.“ [7]

Man strafte diese Frauen schon dadurch, dass man ihnen, obwohl legitim verheiratet, den ehelichen Umgang einfach verbot. Auch nach dem Tod des Priesters verbot man der Witwe eine Wiederverehelichung und bedrohte sie für diesen Fall mit Trennung und Ausschluss, ebenso den Mann, der sie zu heiraten wagte.  [8]

Das von einer Bischofsversammlung verfasste spanische Rechtsbuch „Fuero Juzgo“ schrieb für jede verheiratete oder unverheiratete Frau, die mit einem Kleriker geschlechtlich verkehrte, strenge Strafen vor. [9] Von Spanien bis Ungarn übergab man Frauen, die mit Priestern verheiratet waren, oft dem Staat zur Bestrafung, was dann meist mit Vertreibung oder Kerker endete und bedrohte sie mit der Verweigerung des kirchlichen Begräbnisses und was es sonst noch an Strafen und Demütigungen gab. So versuchte die Kirchenleitung mit allen Mitteln, den Pflichtzölibat überall durchzusetzen.

Die heutige Situation.

Wenn solche Dinge auch heute nicht mehr vorkommen, hat sich in der Einschätzung der Frau in den Augen mancher Kirchengewaltigen nicht sehr viel geändert. In ihren Augen ist die Frau nicht nur selbst ungeeignet für das Priesteramt, sondern sie ist auch als Ehefrau für einen Priester untragbar. Wenn z. B. ein Priester mit einer Frau eine Beziehung hat, dann ist auch er  für den Dienst als Priester ungeeignet. Wenn er sich von der Frau fern hält, dann ist er würdig für diesen Dienst. Das ist der Kern des Zölibatsgesetzes, auch wenn dies offiziell dementiert wird und andere Gründe vorgeschoben werden.

  • Die Erfahrung zeigt auch heute deutlich: Wenn sich ein Priester zu einer Frau bekennt, wird er vor die Alternative gestellt, entweder die Verbindung zu dieser Frau abzubrechen, wobei es völlig unerheblich ist, wie die Frau und die Kinder dies verkraften, oder er muss seinen Dienst aufgeben, auch wieder völlig unerheblich, wie die Gemeinden damit zurecht kommen, weil sie keinen Pfarrer mehr bekommen.
  • Es ist zweitrangig, ob die Seelsorge zusammenbricht, es ist nicht so wichtig, ob die Gemeinden noch die Eucharistie feiern können, wichtig ist einzig und allein, dass der Zölibat eingehalten wird.
  • Unwichtig ist auch, ob der Priester das Charisma der Ehelosigkeit hat oder nicht, unwichtig ist, ob Gott diesen Priester zur zölibatären Lebensform berufen hat, wichtig ist nur ein kirchliches Gesetz. Und dieses von Menschen gemachte Gesetz wird unnachgiebig vertreten, als ob davon die Existenz der Kirche abhinge.

Erfahrungen mit Frauen aus verdeckten Beziehungen

Als Ansprechpartnerin für Frauen [10] aus verdeckten Beziehungen habe ich natürlich viel Erfahrung mit den Problemen dieser Frauen. Der Pflichtzölibat hat sich ja nie wirklich durchgesetzt. Dafür gibt es unzählige Beispiele aus der Kirchengeschichte. Um die Frauen aus verdeckten Beziehungen zu schützen, kann ich natürlich nicht über Einzelschicksale sprechen. Ich kann nur ganz allgemein über ihre Situation berichten.

Es sind teils Frauen, die furchtbar darunter leiden, weil ihr priesterlicher Partner nicht zu ihnen steht, die sich ausgenützt vorkommen, die mit niemandem über ihre Probleme, seien es persönliche oder Probleme der Kindererziehung, reden können. Nicht wenige Frauen sind deswegen in psychiatrischer Behandlung, Frauen, die verzweifeln, oder auch solche, die deswegen zu Alkoholikerinnen werden. Was tun, wenn in der Nacht ein Anruf von einer Frau kommt, die eine Beziehung zu einem Priester hat, der aber nicht wirklich zu ihr steht, sondern sie nur benützt: „Wenn ich genug Tabletten daheim hätte, würde ich jetzt Schluss machen“?

In Gesprächen mit Frauen, die in verdeckten Beziehungen zu einem Priester leben, muss ich immer wieder erleben, wie verletzt diese Frauen sind oder wie sehr sie darunter leiden, entweder keine Kinder haben zu dürfen oder ihren Kindern gegenüber verschweigen zu müssen, wer ihr Vater ist, wie sie allein mit allen Problemen der Kindererziehung zurecht kommen müssen. Oft genug kommen sie sich vom Partner „benützt“ vor, weil er nicht zu ihnen steht bzw. stehen darf. Meist können sie auch mit niemandem über ihre Beziehung sprechen, weil sie sonst diskriminiert werden.

So lange unsere Kirchenleitung dieses Unrecht nicht begreift, so lange sie gegen den Willen Gottes auf der ehelosen Lebensform als einzige Möglichkeit für den Priester beharren, so lange wird dieses Problem hauptsächlich auf dem Rücken der Frauen ausgetragen, werden menschliche Existenzen zerstört und wird viel Unheil angerichtet.

Mein Wunsch an die Kirchenleitungen wäre, dass sie sich die Mühe machen und auch mit uns Frauen versuchen ins Gespräch zu kommen, damit wir das Gefühl bekommen, von ihnen ernst genommen zu werden. Bis jetzt konzentriert sich alles auf den Priester. Ihm wird Hilfe in vielfältiger Form angeboten, meistens  zumindest. Er kann sich artikulieren. Die Frauen in verdeckten Beziehungen aber hört niemand, es sei denn, ihr Priesterfreund steht zu ihnen.

Es ist aber auch mein Wunsch an alle Priester, die zwar ihre Berufung als Priester angenommen haben, aber nicht das Charisma der Ehelosigkeit haben, oder schon in verdeckten Beziehungen leben, dass sie den Mut aufbringen, über ihre Probleme, Wünsche und Neigungen zu sprechen.

Weiters wünsche ich mir, dass unsere Bischöfe die Wünsche des Volkes Gottes um Aufhebung des Pflichtzölibates in Rom wirklich vertreten, auch dann, wenn sie nicht ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen sollten. Entscheidend ist nicht das, was die Kirchenleitung will, sondern das, was Gott will und das Volk Gottes braucht.

Die Kirche von Heute braucht mehr denn je Priester, die ihre Berufung mit allen Charismen, auch dem Charisma der Ehe, leben darf, so wie Gott sie ihnen gegeben hat, und nicht wie Rom es befiehlt. Erkennen wir die Zeichen der Zeit und bitten wir den Heiligen Geist, dass er der Kirchenleitung den Mut und die Kraft zu notwendigen Veränderungen gibt, für eine glaubwürdige Erneuerung. Die Kirche braucht einen neuen Aufbruch vor allem mit uns Frauen als gleichberechtigte Partner. Auch wir als Frauen von Priestern wollen unsere Begabungen und Charismen in den Dienst der Kirche stellen können. Darum sollten die Bischöfe auch uns Frauen hören; nicht als Bittstellerinnen, sondern als solche, die genauso wie der Mann ihre Berufung von Gott haben.

Die volle Gleichberechtigung der Frau in der Kirche ist eine Notwendigkeit. Die Sexualität als kostbare Gabe Gottes ist von der Kirche anzuerkennen. Genauso aber ist eine die Entkoppelung von Amt und Ehelosigkeit ein Gebot der Stunde.

Erst wenn sich die Kirche für das jahrhunderte lange Unrecht, das sie den Frauen zugefügt hat, entschuldigt, erst wenn dies alles geschieht, wird es in der Kirche für uns Frauen wieder schön werden.

[1] So sagt etwa Thomas von Aquin, beeinflusst von Aristoteles, dass im Zeugungsakt nur der Mann allein der aktive Erzeuger sei und die Frau nur passive Empfängerin des Samens sei. Davon leitete er ab, dass Gott ein Mann sein müsse und die Frau unter dem Mann stehen müsse.
[2] 2. Vaticanum, „Gaudium et spes“, Art. 29 und wurde mit 2309 Ja- gegen 75 Neinstimmen angenommen.
[3] 2. Vaticanum, „Gaudium et spes“, Art. 42
[4] In epist. Ad Romanos homilia 31, 12.
[5] Gen 2, 21 f.
[6] Mitteilungsblatt der Vereinigung katholischer Priester und ihrer Frauen, Jg 18, Nr 3, Seite 27
[7] Petrus Damianus, Contra intemperantes clericos 2c. 7.
[8] Vgl. die Synode von Toledo (400) c. 18; Synode von Orleans (511) c. 13; Synode von Rom (743) c. 5 usw. bei Karlheinz Deschner, „Das Kreuz mit der Kirche“ S 162.
[9] Lex Visegoth,3, 4., 18. Fuero Juzgo 3, 4, 17.
[10] Anna Chocholka, Feldbacherstraße 1, 8083 St. Stefan/R. Siehe auch unter Kontaktadressen.

13 Gedanken zu „Frau und Kirche

  1. Anläßlich der Sendung im ZDF am 01.04.13: Frauen in der Kirche mit Beiträgen v. Andrea Taschl-Eber, Ute Eisen….habe ich danach im Internet mal nachgesehen, was ich bezüglich dieser Thematik finde.
    In meinen Augen ist es geradezu verwunderlich, daß sich die Frauen bis heute nicht vehementer gegen die Auffassung der römisch-katholischen Kirche zur Wehr setzen – was konkret bedeuten könnte, sich der Organisation r.k. Kirche bis zur realen Korrektur in der Frage der gleichberechtigten Mitwirkung von Frauen zu entziehen und christliches Handeln in den privaten Bereich zu verlagern.
    In der Sendung sprach man von Frauen in Positionen, ein wenig im Sinne der Frauenbewegung, doch m.E. geht es um das Offensein für die Führung des hlg. Geistes,, der bekanntlich ohne Unterscheidung der Geschlechter weht, wo ER will!!…und wer dann von der Gemeinschaft der Gläubigen zum Wortführer berufen wird, der sei der demütigste Diener aller!?
    Die r.k. Kirche hat als Patriarchat genau betrachtet die Lehre Jesu in vielen Punkten im Laufe der Jahrhunderte radikal im Sinne einer Kirche mit Positionen und männlichen Machtstrukturen verfälscht.
    Es sind die Frauen, die im N.T. an entscheidenen Stellen in Erscheinung treten. Hinzu kommt, daß bei den meisten Denominationen die Vorstellung herrscht, daß das Offenbarungsgeschehen mit dem Tode Jesu seinen endgültigen Abschluß gefunden hätte. (Joh.14,18) Welch ein kapitaler Irrtum!! Hinzu kommt das Ausklammern der sog. Apogryphen, die uns zusätzlich ein anschauliches Bild von der Rolle der Frau vermitteln.
    Mit der Hoffnung und dem Hinweis auf das Werk Joachims von Fiore: Das Reich des Heiligen Geistes, bin ich zuversichtlich, daß die von Menschenhand gesetzten Mauern zur gegebenen Zeit wie ein Kartenwerk zusammenfallen und im gleichberechtigten Zusammenwirken von Frauen und Männern sich eine lebendige Kirche bildet.
    F.T.

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  2. Ich bin der Meinung, wenn Eva die Sünde mit auf die Welt gebracht haben sollte, warum hat Gott sie dann auf der Erde gelassen und ihr noch eine Chance gegeben, warum gibt es dann nicht nur Männer, sicher nicht nur wegen der Fortpflanzung. Wíe Jesus schon sagte kein Mensch ist ohne Sünde. Und wenn die Frau so unbedeutend wäre warum speiste dann eine Frau beim letzten Abendmahl mit unseren Schöpfers Jesus Christus und deren Apostelen das Mahl, und war es nicht Maria Magdalena die da neben Jesus saß, und wollte nicht unser Schöpfer mit ihr den heiligen Bund der Ehe eingehen, war es nicht eine Frau die Augenzeuge wurde als unser Schöpfer beim dritten Tage auferstand, und stehen nicht zwei Frauen an der Seite des schlimmsten Augenblickes neben Jesus Christus.und leideten mit ihn. War es nicht ein Mann der unser Schöpfer zum Tode verurteilte und veraten hatte, war es wirklich eine Wiedergutmachung durch seines Selbstmordes, ist damit die Sünde beglichen? Warum hat die Frau eine solche Stellung in der heutigen Kirche, ohne Maria wäre das Leben unseres Schöpfers nicht möglich gewesen. Die Kirche ist in einer Stellung gegen die Frau die wir erschafften und nicht die Heiligkeit im Himmel.

    Sagen wir es wie Jesus

    Macht Blindheit sichtbar

    Denn ob Mann oder Frau der Glaube ist die stärkste Kraft und die Teilen wir zusammen.

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    • Die Heilige Schrift sagt nicht, dass durch Eva die Sünde in die Welt gekommen ist, sondern durch den Menschen (Röm 5, 12). Wenn oft gesagt wird, dass durch Eva die Sünde in die Welt gekommen ist, dann zeigt das nur, dass die bildhaften Erzählungen der Heiligen Schrift nicht verstanden werden. Übrigens heißt Adam auf Deutsch „Mensch“ oder „Menschheit“. Die Paradieserzählung im AT ist ja nicht wörtlich als historisches Ereignis mit historischen Personen zu verstehen, sondern ist eine Gleichniserzählung und sagt nur, dass die Menschen von Anfang an gesündigt haben und dass durch die Sünde das Leid in die Welt gekommen ist. Eva = die Frau hat die gleiche Würde und Ebenbildlichkeit Gottes wie der Mann.

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          • Ich merke nur immer mehr dabei, dass mein evangelischer Glauben darunter sehr leidet, meine Beziehung mit katholichem Gesicht zu sehen, um damit zurecht zukommen. So habe ich Jesus nie verstanden und so kann Gott auch nicht mit uns sein. Sonst fange ich zu sehr an zu zweifeln,….

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          • „Wie in allen Gemeinden der Heiligen lasset eure Weiber schweigen in der Gemeinde; denn es soll ihnen nicht zugelassen werden, daß sie reden, sondern sie sollen untertan sein, wie auch das Gesetz sagt. “
            (1. Korinther 14.40)
            Nicht zu glauben, damals aber nur zu wahr !

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  3. Ich bin der Meinung, wenn Eva die Sünde auf die Welt mitgebracht haben sollte, warum hat Gott sie dann auf der Erde gelassen und ihr somit noch eine Chance gegeben. Warum gibt es dann nicht nur Männer, sicher nicht wegen der Fortpflanzung. Wie Jesus schon sagte kein Mensch ist ohne Sünde, und ist es nicht eine Frau an Jesus Christus seite gewesen, bei letzten Abendmahl, hat nicht eine Frau mit Jesus und den Aposteln sich das Mahl geteilt, wird da nicht von Maria Magdalena gesprochen die Jesus heiraten wollte. Und war es nicht ein Mann der unseren Schöpfer Jesus Christus zum Tote verurteilt und veraten hat, doch diese Sünde wurde doch beglichen mit seinen Selbstmord, völliger schwachsinn. Die Frau war nie zum Diener oder Untergeordenen Gegenstand eines Mannes gedacht. Hat den nicht eine Frau erst das Leben unseres Schöpfer ermöglicht, und ist nicht einer Frau bei der Wiederauferstehung Christus wieder erschienen, es lässt sich darüber streiten, doch Frauen sind nicht minderwertig und sehr wichtig für die Gesellschaft.

    Sagt es wie Jesus

    Macht Blindheit Sichtbar

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  4. lisa, geschrieben am 11.10.2011, 06:10

    ?
    Also, ich bin zwar erst 16 und kenn mich mit der bibel auch nicht so gut aus, aber heißt es in den 10 geboten nicht, man soll sich kein gottesbild machen. indem dieser thomas von aquin behauptet hat, dass gott ein mann sein muss hat er doch eigentlich gegen dieses gebot verstoßen.

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    • Hans, geschrieben am 11.10.2011, 08:22

      Liebe Lisa. Dieses Gebot steht in der Bibel, weil die Menschen damals das Bild für Gott gehalten haben und die Bilder angebetet haben. Das ist heute nicht mehr der Fall. Was Thomas von Aquin angeht, so hatte Thomas natürlich unrecht. Gott ist ein geistiges Wesen, weder Mann noch Frau, oder noch besser, er ist beides, weil Mann und Frau von Gott ihren Ausgang genommen haben, müssen wohl beide in Gott ihren Ursprung haben. LG

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  5. Barbara, geschrieben am 31.07.2011, 13:57

    Meine Bibel
    In meiner Bibel habe ich folgende Texte gefunden:
    1.Mose 1,27-28
    Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.
    Und Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllet die Erde….
    Und weiter heißt es 1.Mose 1,31
    Und es geschah so. Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. ….

    Also, meine Bibel ist zugelassen!!! Also hat Gott Mann und Frau nach seinem Bild erschaffen, das steht sogar 2mal hintereinander darin! Gott ist also Mann UND Frau und er sah überhaupt keine Veranlassung dazu, das zu verschweigen! Und in diesem Part sind Mann und Frau durchaus gleichgestellt!
    Er gibt ihnen den Auftrag, sich zu vermehren und die Erde zu füllen, was laut seinem Schöpfungsplan nun mal den Geschlechtsakt voraussetzt.Auch der wurde von ihm geschaffen.
    Da steht nichts davon, dass Gott seinen männlichen Anteil dem weiblich vorzieht. Wäre ja auch seltsam, wenn Teile eines vollkommenen Wesens unvollkommen wären….
    Und es steht nichts darin, dass Jungfräulichkeit oder Enthaltsamkeit von ihm gewünscht werden.
    Gott findet seine Schöpfung „sehr gut“, steht da.
    Wer ist eigentlich diese Kirche, die es sich anmaßt, Gott zu verbessern?

    Und haltet mit jetzt nicht 1.Mose 2, 21-23 entgegen, denn das zeigt ja nur, dass man mit etwas Geschick alles herauslesen kann aus der Bibel. Wer bestimmt also, was wahr und was gelogen ist?

    Dazu kommt noch der Widerspruch an sich: Wie kann ein vollkommenes Wesen etwas Unvollkommenes schaffen?

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  6. Hans Chocholka, geschrieben am 30.08.2003, 14:28

    Liebe Frau Maria
    Die heimlichen Beziehungen von Frauen zu Priestern sind so vielfältig wie das Leben. Es gibt solche, die echte Liebesbeziehungen sind, wo der Priester auch zu seiner Lebensgefährtin steht, ihr in allen Bereichen beisteht, aber sie dürfen ihre Beziehung nicht offiziell machen (auch wenn die ganze Gemeinde, sogar der Bischof davon weiß). Es gibt aber auch solche, die die Frauen nur sexuell ausnützen, oder weil sie Geschenke bekommen, oder weil sie jemand brauchen zum Waschen der Wäsche usw. Ja es gibt sogar solche, die sich nur an verheiratete Frauen machen, um bei einem eventuell gezeugten Kind „aus dem Schneider zu sein“, oder die sich mehrere Frauen „zulegen“. In dieser Frage sind so manche Priester nicht anders als viele verheiratete Männer. Ich habe da schon jede Facette von Beziehungen beobachten können. Ich bin weit davon entfernt, jemanden zu verurteilen. Das steht uns nicht zu. Worum es mir geht ist, dieses Thema zu enttabuisieren, um die Zölibatsgesetzgebung unserer Kirche zu ändern. Jeder Priester hat nach der Heiligen Schrift und den allgemeinen Menschenrechten das Recht auf Ehe und Rom hat nicht das Recht, Priestern die ehe zu verbieten. Liebe Grüße. Hans Chocholka

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  7. geschrieben am 29.08.2003, 00:23

    Unter der entwürdigenden Situation der sogenannten „Priesterfrauen“ leiden nicht nur diese Frauen, es gibt auch noch viele andere in ähnlichen Situationen.
    Jede Geliebte eines verheirateten Mannes, der nicht zu ihr und ggf. ihrem Kind steht, ist in einer ähnlichen Lage. Sie selbst dient dem Mann doch nur zum Vergnügen, irgendwelche gesellschaftlichen Vorteile und Bequemlichkeiten durch den „Service“ in der Ehe gibt er lieber nicht auf.
    Am schlimmsten fand ich, was ich im näheren Bekanntenkreis beobachtete: Nach einer Ehescheidung wurde eine neue Frau vorgezeigt, man hielt Händchen, aber es wirkte merkwürdig auf mich,als müsste eine Frau her, um die Attraktivität des Mannes zu unterstreichen. Später erfuhr ich dann von dem Mann – der mein leibl. Bruder ist – , dass diese Frau vorwiegend für die Wäsche zuständig sei, das bezahle er ihr auch. Nun muss man auch wissen, dass dieser Mann nicht nur zu faul ist, seine Wäsche selber zu waschen, das setzt ja auch bestimmte Kenntnisse voraus, die zu erwerben er sich in seiner Jugend gedrückt hat. Später erzählte er mir dann, dass sie in die Beziehung viele Hoffnungen gesetzt habe und deswegen nun in psychiatischer Behandlung sei. Aber immerhin war er so großzügig gewesen, sie nicht auch noch aus völlig praktischen Erwägungen mitzunehmen, als er eine Wohnung für sich und ihre Nachfolgerin aus Marokko suchte – erstens ist Wohnungssuche viel Arbeit, sowas drückt mein Bruder gern anderen aufs Auge, und zweitens hat er keine Ahnung, worauf man achten muss -.

    Für meine Begriffe hat er diese Frau sehr klar zum Opfer seiner eigenen Interesssen gemacht, – nämlich Statusobjekt vorzeigen und sich Hausarbeit vom Hals halten.

    Ich denke, das sieht in einer verdeckten Beziehung mit einem Priester anders aus, denn er kann und darf diese Frau ja nicht als Statusobjekt vorzeigen, sie können und dürfen ja nicht zu ihrer Beziehung stehen.
    Vielleicht kann man in einer solchen Beziehung damit leben, dass man heimliche schöne Stunden hat und eine Frau ansonsten ihre eigenen Wege geht. Nur wenn die Liebe ernst ist, geht das auch nicht, dann will die Liebe teilen, dann will einer nicht nur die Schmutzwäsche loswerden, sondern zwei wollen ihren Lebensweg gemeinsam gehen. Man muss halt unterscheiden zwischen den Männern, die die Frau aus Bequemlichkeit brauchen und denen, die einen Lebensweg miteinander gehen wollen. Dies braucht in einer Beziehung Zeit.
    Es läßt sich aber auch – gewissermaßen – daran erkennen, wie „Haushaltspflichten des Mannes“ der Frau zugeschoben werden. Sucht ein Mann die Liebe und den Lebensweg mit einer Frau, dann trifft er seine Entscheidung, das geht aus euren Zahlen eindeutig hervor.
    Nur frage ich mich auch, was passiert, wenn „Weibchen“ einen Mann, der nicht zu ihr stehen kann und will, über „Wäsche waschen“ und ein von ihm ungewolltes Kind zu binden versucht. Dass eine Frau, die selber nur schwer ihren eigenen Lebensunterhalt sichern konnte, es auf „diesem Wege“ mit einem Nichtpriester zu regeln versuchte, habe ich des öfteren beobachtet. Die Leidtragenden sind die Kinder „ohne Vater“. Papa muss zwar zahlen, hat aber kein Interesse am Kind, und die Frau hat mit Sozialhilfe, Kindergeld und Erziehungsgeld gute Erfahrungen gemacht und macht so weiter. Welche Folgen hat das für die Kinder ? (Damit meine ich nicht Priesterkinder, sondern Frauen, die auf diese Art ein höheres Einkommen erzielen als durch Arbeit, weil ihnen eine Ausbildung fehlt.)

    Das alles sind weitreichende Geschichten, na ja.

    liebe Grüße maria

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